Online: 26.06.2015

Um in Wismar zu studieren, verließ Rieke Maasch 2008 ihre Heimat Lüchow-Dannenberg. Schneller als gedacht, nämlich direkt nach ihrem Studium, kehrte sie in den Kreis zurück. Im 21. Teil der EJZ-Serie "Na DAN(N)" erzählt sie, warum.

Rieke Maasch wohnt seit 2013 wieder in Lüchow

ZoomDie gebürtige Dannenbergerin Rieke Maasch zog vor zwei Jahren nach Lüchow, nachdem sie zuvor fünf Jahre lang in Wismar Produktdesign studiert hatte. Aufn.: F. Beye

Lüchow-Dannenberg gilt als ausblutende Region. Doch es gibt Menschen, die hier leben wollen und nirgendwo sonst. Die EJZ-Serie „Na DAN(N)“ stellt Menschen vor, die neu nach Lüchow-Dannenberg oder dorthin zurück gezogen sind. Teil 21: Rieke Maasch aus Lüchow.

fb Lüchow. Früher habe sie immer mit ihren Schulfreundinnen herumgealbert, im Alter eine Senioren-WG in Lüchow-Dannenberg zu gründen, erzählt Rieke Maasch und lacht: „Dass ich so schnell wieder in der Heimat lande, damit habe ich nicht gerechnet.“
Lange war die 27-Jährige wirklich nicht fort. Erst 2008 zog sie zum Beginn ihres Produktdesign-Studiums aus Dannenberg nach Wismar. Zehn Semester Studium, danach zwei Monate Praktikum in Wiesbaden. Im Anschluss habe sie nicht sofort einen Job gefunden, erzählt Maasch. Deshalb zog sie 2013 zunächst wieder bei ihren Eltern in Dannenberg ein. Sie engagierte sich bei der Grünen Werkstatt und traf dann eher zufällig Holger Danneberg, Leiter Produktentwicklung bei Werkhaus: „Er erzählte mir von einer Neugründung in Lüchow und ich hab ihn gefragt, ob er einen Job für mich hat“, erinnert sie sich. Und Danneberg hatte einen für sie – als Produktdesignerin für den Outdoor-Bereich.
Menschlich brauchte Maasch nicht lange, um wieder in ihrer Heimat anzukommen: „Meine Eltern wohnen in Dannenberg, meine Oma in Vietze, da ist ohnehin eine große Verbundenheit zur Region da.“ Ihr Freund ist mit ihr nach Lüchow gezogen, hat dort seine Masterarbeit geschrieben. Das habe die Entscheidung, zurück in die Heimat zu ziehen, deutlich erleichtert. Zudem seien die Lüchow-Dannenberger sehr offen, freundlich und herzlich. Anders als in Wismar. Das solle nicht heißen, dass es in Wismar keine freundlichen Menschen gibt, sagt die 27-Jährige. Die norddeutsche Art sei bei ihr aber manchmal nicht so gut angekommen: „Manchmal ist bei den Norddeutschen der Ton ein bisschen schroff und unfreundlich.“
Es gibt aber eine Sache, die Wismar dem Landkreis Lüchow-Dannenberg voraus hat: „Das Meer fehlt mir schon sehr“, sagt Rieke Maasch. Sie mag Wasser. Deshalb zieht es sie immer wieder an die Elbe. Die vielfältige Natur in Lüchow-Dannenberg gefalle ihr besonders gut: „Hier hat man halt auch mal ein paar hügelige Gegenden und nicht nur flaches Land.“ Obwohl sie die Natur und das Land mag, würde sie sich selbst nicht als Landmensch bezeichnen. Sie sei eher ein „Kleinstadtmensch“, sagt Maasch grinsend. Vor allem weil sie es mag, auch mal ihre Ruhe zu haben und diese genießen zu können. Diese Ruhe hat sie in Lüchow-Dannenberg auf jeden Fall. Wahrscheinlich auch ein Grund, weshalb die Produktdesignerin viel früher als gedacht in die Heimat zurückgekehrt ist.

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