Online: 05.07.2015 - ePaper: 06.07.2015

Bei der Hitze keine Überraschung: Am Sonntagmittag hat es in der Gartower Forst gebrannt. Die Brandursache: möglicherweise Blitzschlag. Dank des Einsatzes einer Drohne wurden die Feuerwehrleute schnell zum Brandherd Mitten in der Forst dirigiert.

Waldbrand im Gartower Forst schnell gelöscht - Flugdienst aktiv - Mögliche Ursache: Blitzschlag

ZoomÜber den Baumwipfeln hat die Kamera der Flugdrohne den Brandherd schnell geortet. Dadurch konnten die Einsatzkräfte zielgenau ans Feuer geführt werden.

as Gartow. Drohnen, die zur Überwachung dienen, besitzen meist ein schlechtes Image. Das war gestern Mittag anders: Marco Lohse von der Feuerwehr Gartow ließ seine Drohne an der Kreisstraße zwischen Prezelle und Rondel aufsteigen und leitete die alarmierten Feuerwehrkräfte auf dem direktem Weg zum Brandherd. Das sparte wichtige Zeit. Und so gelang es den Feuerwehrleuten vergleichsweise schnell, das Feuer im Jagen 140 - also mitten im Kiefernwald - unter Kontrolle zu bringen. Um 13.20 Uhr ließ Gartows Ortsbrandmeister Karsten Sander seine Kameraden im Einsatzleitwagen wissen: "Brand unter Kontrolle. Vermutliche Brandursache: Blitzschlag."

Gegen Mittag hatte der Beobachter in der Waldbrandzentrale in Lüneburg über eine Kamera bei Gorleben eine weiße Rauchfahne im Gartower Forst ausgemacht und die grobe Richtung an die Leitstelle ins Kreishaus nach Lüchow weitergegen. Dort wurde um 11.43 Uhr Alarm ausgelöst. Umgehend rückten die Feuerwehren aus Prezelle, Lomitz, Lanze, Gorleben und Gartow aus und ließen sich vor Ort einweisen. Zudem war zeitgleich der Feuerwehrflugdienst in Lüneburg alarmiert worden, der die betroffenen Brand-Großraum mehrfach umkreiste, um möglicherweise weitere Brandherde zu sichten. Doch das Resultat war. "Alles negativ" - kein weiteres Feuer.

Gemeindebrandmeister Harald Ziegeler zollte den Feuerwehrkräften Respekt: "Der Einsatz ist recht schnell und fachgerecht abgelaufen. Da haben alle Hand in Hand gute Arbeit abgeliefert." Als besonders positiv wertete Ziegeler die schnelle Reaktion des Feuerwehrflugdienstes.

Am Sonnabend gegen 14 Uhr waren die Feuerwehrleute aus Hitzacker ein zweites Mal auf dem 50 Meter hohen Berg bei Meudelfitz, um dort erneut einen Waldbrand zu löschen. Dort brannte eine Fläche von rund 1000 Quadratmetern, nachdem am Abend zuvor etwa 2000 Quadratmeter zu löschen gewesen waren. "Brandbetroffen" sei primär das Unterholz gewesen, teilte die Polizei mit. Der Baumbestand sei nicht beschädigt worden. Die Feuerwehrkräfte brachten den Brand rasch unter Kontrolle. Laut Aussagen von Feuerwehrleuten habe wahrscheinlich ein Glutnest die Flammen neu entfacht.

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