Online: 02.09.2015 - ePaper: 03.09.2015

Notunterkunft für Flüchtlinge schon bald in Lüchow?

ZoomIn den Containern der Polizeistation in Lüchow könnten ab Freitag kommender Woche bis zu 500 Flüchtlinge eine Notunterkunft finden. Aufn.: J. Feuerriegel

tl Lüchow. Die Wohncontainer des Lüchower Polizeikommissariats könnten schon ab Freitag kommender Woche eine Notunterkunft für bis zu 500 Flüchtlinge sein. Das bestätigte der Sprecher der Zentralen Polizeidirektion in Hannover, Karsten Wolf, am Mittwochnachmittag. Alle Vorbereitungen seien angelaufen, man stelle sich auf Freitag, den 11. September, ein.

"Wir haben am Mittwoch das Areal in Lüchow besichtigt", erklärt Wolf. Geplant sei, dass die Flüchtlinge in den umgebauten Containern Platz finden, in denen zu Castor-Zeiten Polizisten untergebracht waren. "Hintergrund ist, dass das Innenministerium angesichts unerwartet steigender Flüchtlingszahlen eine Prüfanfrage gestellt hat, ob es möglich ist, auch Liegenschaften der Polizei zu nutzen", sagt Wolf. Das Innenministerium bestätigt entsprechende Planungen. Die Polizei habe drei Gebäude in Niedersachsen ins Auge gefasst: die Akademie in Hannoversch Münden, die Turnhalle der Zentralen Polizeidirektion in Hannover und die Container des Polizeikommissariates Lüchow. Die Voraussetzungen seien ideal. Wolf spricht von einer "menschenwürdigen und sicheren" Unterkunft. Bei der Planung sei die Polizei aber nicht auf sich allein gestellt: "Wir können wie auch schon in den anderen Notunterkünften auf die Unterstützung von Johannitern und THW setzen." Die Polizeiarbeit beschränke sich darauf, die ankommenden Flüchtlinge zu registrieren und Sicherheit zu gewährleisten. Die Johanniter würden Betten zuweisen und die Versorgung mit Essen und Getränken übernehmen. Der Aus- und Fortbildungsbetrieb in Lüchow soll durch die Notunterkunft, wenn sie denn kommt, nicht beeinträchtigt werden.

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