Online: 06.09.2015 - ePaper: 07.09.2015

500 Flüchtlinge eingetroffen

ZoomDie ersten beiden Busse aus Braunschweig mit insgesamt rund 150 Flüchtlingen an Bord, trafen am Sonntag gegen 9.50 Uhr auf dem Gelände der Lüchower Polizeiunterkunft ein. Das Foto zeigt die beiden Busse beim Verlassen des Areals.

bp Lüchow. Erwartet hatte man die Flüchtlinge zwar, doch eigentlich erst für Freitag. Am Sonntag war es plötzlich soweit und fünf Tage früher als geplant sind 500 Kinder, Frauen und Männer kurzfristig in der Lüchower Polizeiunterkunft an der Saaßer Chaussee angekommen. Mit sieben Ziehharmonika-Bussen trafen die Menschen aus Braunschweig ein.

Am Sonnabend hatten sich die Ereignisse überschlagen. Aufgrund der akuten Situation in Bayern, wo am Sonnabend bis zu 7000 Flüchtlinge über Ungarn und Österreich mit Zügen eingetroffen waren, erklärte sich Niedersachen bereit, 700 dieser Flüchtlinge aufzunehmen. Die Bahn hatte dafür zusätzliche Züge eingesetzt.

Ab Sonnabendabend und in der Nacht auf Sonntag richteten Feuerwehren aus Lüchow-Dannenberg, das Technische Hilfswerk (THW), die Johanniter Unfallhilfe, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Polizei das Gelände für die Ankunft der Flüchtlinge her, auf dem Gelände herrschte reger Betrieb.

"Das war ein gemeinsamer Kraftakt", lobte Karsten Wolff, Sprecher der Zentralen Polizeidirektion (ZDP) Niedersachsen: "Zum Glück hatten wir vorgeplant, sodass wir schnell reagieren konnten." Die ZPD sei nun damit beauftragt, aufgrund der akuten Situation "die landesweite Koordinierung für die Herrichtung weiterer Notunterkünfte auf Polizeiliegenschaften zu übernehmen".

^ Seitenanfang