Online: 16.09.2015 - ePaper: 17.09.2015

Erster Aktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Lüchow für 100 Oberschüler der Kreisstadt

ZoomMit welcher Kraft die Spezialgeräte Schere und Spreizer der Feuerwehr beim Öffnen eines demolierten Unfallfahrzeugs funktioneren, demonstrierte Feuerwehrmann Horst Panning diesen Schülern.

as Lüchow. Welcher Wohnraum ist bei einem Feuer der gefährlichste? "Das Badezimmer", erklärte Kreisbrandmeister Claus Bauck: "Dort befinden sich meist Spraydosen, die bei Hitze explodieren." Mit was für einem lauten Knall und mit welchen Folgen, das erfuhren gestern mehr als 100 Schülerinnen und Schüler bei der Feuerwehr in Lüchow. Das Wehrkommando hatte erstmals einen Aktionstag für die Jeetzel-Oberschule in Lüchow arrangiert. Diese anschaulichen Unterrichtsstunden erwiesen sich als hilfreich für das Verständnis für die Arbeit der Feuerwehrleute.

Ortsbrandmeister Frank Klimert unterstrich, dass es bei der ehrenamtlichen Tätigkeit der Feuerwehrfrauen und -männer darum geht, "anderen Menschen aktiv zu helfen". Deswegen sei es wichtig, den Fünft- und Sechstklässlern die Brandschutz-Aufgaben der Jugendfeuerwehr näher zu bringen und für die Jugendfeuerwehren zu werben. An zehn Stationen führten die aktiven Feuerwehrleute der Lüchower Wehr die Bandbreite des Brandschutzes und der Hilfeleistungen vor. Dazu zählten Vorführungen der HLF-Ausrüstung, die bei Verkehrsunfällen fürs Öffnen von Autowracks genutzt wird, über die Ausrüstung eines Atemschutzgeräteträgers bis hin zu den Einsatzmöglichkeiten der Drehleiter beim Retten verletzter Personen aus oberen Gebäude-Stockwerken. Auch den Einsatz der Wärmebildkamera führten die Wehrleute vor. Selbst Hand anlegen durften die Schüler beim Bedienen eines Feuerlöschers. Mit mehreren Wasserstößen erstickten sie die Flammen. Zum Abschluss spendierte die Feuerwehr den Schülern Würstchen und Getränke und bot kleine Touren im Feuerwehrfahrzeug durch die Innenstadt an.

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