Online: 19.09.2015 - ePaper: 21.09.2015

Gut 50 Demonstranten legten am Sonnabendvormittag Lüchows Innenstadt lahm

ZoomMit Transparenten wie diesem und lauten Rufen zogen am Sonnabendvormittag gut 50 Demonstranten durch Lüchows Innenstadt. Sie protestierten gegen die geplante Verschärfung des Asylgesetzes und legten dabei teilweise den kompletten Verkehr lahm.

tl Lüchow. Gut 50 Demonstranten haben am späten Sonnabendvormittag die Lüchower Innenstadt teilweise lahm gelegt. Mit Transparenten und lauten Rufen protestierten sie gegen die geplante Verschärfung der Asylpolitik. Die Demo, so bestätigte Polizeisprecher Kai Richter, war nicht angemeldet. "Wir hatten Hinweise darauf, dass es eine Versammlung geben könnte und haben sie von der Polizei aus verkehrssichernd begleitet."

Währenddessen zogen die Demonstranten, zeitweise vermummt, vom Marktplatz aus Richtung Busbahnhof, kehrten wieder um und liefen dann bis zum Kreisel Dannenberger-/Drawehner Straße. "Nazis töten, der Staat schiebt ab. Das ist das gleiche Rassistenpack", riefen die Teilnehmer lauthals durch die Straße. Dafür ernteten sie von Passanten sowohl Zustimmung als auch Ablehnung. Die Zurufe reichten von "Toll, was ihr da macht" bis zu üblen Beschimpfung. Abbringen ließen sich die Demo-Teilnehmer davon aber nicht.

Insgesamt vier Polizeiautos begleiteten die Spontan-Aktion, bei der sich unter den Demonstranten niemand als Versammlungsorganisator bekennen wollte. An die Autofahrer, die anhalten mussten, verteilten einige Leute Flugzettel. "Wir sind für offene Grenzen und Einwanderungsfreiheit", erklärte einer der Teilnehmer. Das, was jetzt passieren soll, sei unmenschlich.

Ausschreitungen hat es laut Polizeisprecher Richter nicht gegeben.

^ Seitenanfang