Online: 22.09.2015 - ePaper: 23.09.2015

Bei DANN KOMM in Dannenberg verschenkt Manuel Hein Prepaid-Karten nicht nur an Flüchtlinge

ZoomJeder, der will, bekommt bis Ende des Monates in Dannenberg eine Gratis-Prepaid-Karte fürs Handy. Die Aktion soll vor allem den Flüchtlingen helfen, aber auch die Akzeptanz für die Flüchtlingshilfe erhöhen, sagt DANN-KOMM-Chef Manuel Hein.

rg Dannenberg. Mit großem Interesse hatte Manuel Hein, Chef des DANN KOMM-Telekommunikationsgeschäftes in Dannenberg, die EJZ-Berichterstattung über die Ankunft der Flüchtlinge in Lüchow vor zwei Wochen verfolgt. Auch darüber, dass die Menschen aus Syrien, Afghanistan und all den anderen Ländern, die hierher geflohen waren, vor allem eines wollten: Kontakt mit ihren zurückgelassenen Familien aufnehmen. Und natürlich las er auch, dass in Lüchow ein anderes Telekommunikationsgeschäft gratis Prepaid-Handykarten an die Flüchtlinge ausgab. Jetzt gibt es in Dannenberg auch eine Flüchtlingsunterkunft. Und somit auch dort Menschen, die zuhause anrufen wollen. Und daher entschloss sich Hein, ebenfalls Karten auszugeben. Allerdings nicht nur an Flüchtlinge. "Wir haben uns entschlossen, jedem, der möchte, eine solche Karte zu geben", sagt Hein. Um zu verhindern, dass Neid aufkommt. Neid auf die Flüchtlinge? So unvorstellbar es auch für viele ist, dass man Menschen, die sich in einer solch schlimmen Notsituation befinden, überhaupt beneiden kann.

Rund 600 der Prepaid-Karten hat Manuel Hein vorrätig. "Das sollte für den Anfang genügen, denn es ist kein Problem, jederzeit Nachschub zu bekommen", sagt er. Einen ähnlichen Ansturm wie in Lüchow erwartet er nicht, da in der Jeetzelstadt die Menschen ja nach und nach in die Unterkunft gebracht werden, und nicht wie in der Kreisstadt über 500 auf einmal. "Für den Fall, dass den Menschen ihr Handy auf der Flucht kaputt gegangen oder abhanden gekommen ist, haben wir günstige Smartphones geordert", berichtet Hein. Die würden so unbürokratisch verkauft wie die Prepaid-Karten unbürokratisch ausgegeben werden. "Es reicht das Dokument, das die Menschen in der Notunterkunft ausgestellt bekommen - also bei jenen, die keine Ausweisdokumente haben."

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