Online: 27.09.2015 - ePaper: 28.09.2015

Der Landkreis und der Arbeiter-Samariter-Bund haben die ÜFESt bei Woltersdorf als Notunterkunft für 250 Flüchtlinge vorbereitet, die am Mittwoch kommen sollen.

Landkreis und Arbeiter-Samariter-Bund bereiten Notunterkunft in der ÜFESt bei Woltersdorf vor

ZoomVier Betten, ein Tisch, vier Stühle, ein Garderobenständer und vier kleine Schrankfächer: So sehen die während der Castor-Einsätze von Polizisten genutzten Schlafräume in den Containern auf dem ÜFESt-Gelände in Woltersdorf aus. Am Mittwoch sollen dort 250 Flüchtlinge einziehen.

by Woltersdorf. Am Freitag, kurz nach 18 Uhr, erreichte die Kreisverwaltung der Anruf aus dem Innenministerium: Die ÜFESt bei Woltersdorf solle, so schnell es gehe, für die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet werden. Noch am Abend wurde die seit vier Jahren leerstehende Liegenschaft begutachtet und danach 60 Mitarbeiter der Kreisverwaltung aus ihrem freien Sonnabend geholt: Es galt zunächst das Gelände aufzuräumen, zwei große Müllfahrzeuge wurden randvoll beladen. Außerdem wurden am Sonnabend die Zimmer erst einmal grob hergerichtet und durchgefegt sowie Brandmelder installiert. Decken und Bettwäsche zu bestellen sei ein "ziemliches Gehampel" gewesen, der Markt sei leergefegt, so der Erste Kreisrat Claudius Teske, der schon stolz ist, die Notunterkunft mit Bordmitteln quasi "empfangsbereit" zu machen. Heute werden die Vorbereitungen fortgesetzt, es müssen Bauzäune errichtet werden, denn in einigen Ecken des Geländes sollten sich Kinder besser nicht bewegen, es gibt noch Reste aus Funk-Zeiten der Anlage.

Im Laufe des Sonnabends wurde dann auch klar, dass am Mittwoch 250 Flüchtlinge ankommen werden. Sie werden in Vierbettzimmern in den Baracken und in vorhandenen Containern untergebacht. Noch mehr Menschen aufzunehmen, sei zwar vom Ministerium gewünscht, "aber das geben die Toilettenanlagen und die Küche nicht her", so Teske. Wenn, dann müssten weitere Toiletten- und Küchencontainer her. Teske ist heilfroh, bereits am Sonnabend einen Betreiber für die dritte Notunterkunft im Landkreis gefunden zu haben: die Hilfsorganisation Arbeiter-Samariter Bund (ASB). Für den ASB ist die ÜFESt bereits die sechste Notunterkunft, die er übernimmt, informiert Harald Kreft von der Schnell-Einsatz-Gruppe des ASB.

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