Online: 08.10.2015 - ePaper: 09.10.2015

Wird es eine weiter Flüchtlingsunterkunft in Lüchow-Dannenberg geben? Das Land prüft offenbar einen alternativen Standort.

Land prüft Standort in Neuhaus für Flüchtlingseinrichtung

ZoomNoch immer gibt es keine Informationen, ob und wann in Neu Tramm eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge entsteht. Jetzt gibt es Spekulationen, Neu Tramm könnte vom Tisch sein – die Rede ist von einem Alternativstandort jenseits der Elbe.

rg Neu Tramm. Seit Monaten verhandelt das Land Niedersachsen mit dem Eigentümer der früheren Kaserne Neu Tramm. Dort soll eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge entstehen (EJZ berichtete) - aber die Gespräche gestalten sich schwierig. Bislang sei weder ein Vertrag unterschrieben worden, noch gebe es deutliche Anzeichen für eine Einigung, heißt es aus Verwaltungskreisen. Schwung in die Verhandlungen könnte jetzt eine Entwicklung jenseits der Elbe bringen: Dort, in der Ortschaft Sumte im Amt Neuhaus, das zum Landkreis Lüneburg und mithin zu Niedersachsen gehört, wird jetzt ebenfalls eine Immobilie auf ihre Eignung als Aufnahmeeinrichtung geprüft - möglicherweise als Alternative zu Neu Tramm.

So jedenfalls könnte man es interpretieren. Das Innenministerium bestätigte mittlerweile, dass der Standort Sumte, Luftlinie keine 30 Kilometer von Neu Tramm entfernt, "wie viele andere Standorte in Niedersachsen" geprüft werde. Weiter wollte man sich in Hannover nicht in die Karten schauen lassen - wie so oft, wenn es im Vorfeld um Pläne für Flüchtlingsreinrichtungen geht.

In Sumte steht ein Büro-Dorf mit zahlreichen Wohn- und Dienstleistungsgebäuden leer, in dem bis vor geraumer Zeit ein Inkasso-Unternehmen arbeitete. Eine Flüchtlingsunterkunft ist dort seit längerem im Gespräch. In Lüchow-Dannenbergs Politik- und Verwaltungskreisen wird nun gemutmaßt, die Information über eine mögliche Erstaufnahmeeinrichtung in Sumte könnte in Hannover absichtlich durchgesteckt worden sein, um Druck auf den Eigentümer der Ex-Kaserne in Neu Tramm auszuüben. Auf Nachfrage wollte man in Hannover nicht bestätigen, dass Neu Tramm vom Tisch sei.

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