Online: 29.10.2015 - ePaper: 30.10.2015

DAN: Bis Anfang 2016 rund 300 weitere Flüchtlinge

ZoomRund 300 Flüchtlinge mehr als bisher kalkuliert muss der Landkreis Lüchow-Dannenberg bis Anfang 2016 in hiesigen Wohnungen unterbringen.

gel Lüchow. Bis Anfang nächsten Jahres könnten rund 300 mehr Flüchtlinge als bisher kalkuliert in Lüchow-Dannenberg unterzubringen sein. Dies habe das Niedersächsische Innenministerium dem Landkreis jetzt mitgeteilt. Bis Anfang 2016 könnten dann insgesamt 2700 Asylsuchende im hiesigen Kreisgebiet leben: rund 1700 in den drei Notunterkünften und rund 1000 Flüchtlinge, die bis zu ihrer Asylentscheidung feste Wohnungen zugewiesen bekommen. Von dieser neuesten Entwicklung berichtete Landrat Jürgen Schulz (parteilos) in einem Gespräch mit der EJZ. Die Lage verändert sich demnach fast täglich. Noch vor Kurzem war der Landkreis davon ausgegangen, dass sich die Zahl der in Lüchow-Dannenberg in Wohnungen unterzubringenden Flüchtlinge bis Ende des Jahres von rund 450 auf etwa 700 erhöhen soll. Die neueste Quote sieht bis Januar 2016 nun weitere rund 300 Flüchtlinge vor. Frage an den Landrat: Wird's nun also doch eng mit Wohnungen? "Es gibt keinen Grund zur Panik", winkt Jürgen Schulz ab. Offenbar sucht man seitens der Behörden inzwischen auch außerhalb des privaten Mietmarktes nach Unterbringungsmöglichkeiten: im Hotel Scholz in Hitzacker (EJZ berichtete), in der Begegnungsstätte Wittfeitzen, in der ehemaligen Heimvolkshochschule Göhrde. Und ganz naheliegend: in der ehemaligen Berufsschule in der Königsberger Straße in Lüchow.

Für 2016 könnte sich die Zuweisungsquote für die fest zugewiesenen Flüchtlinge noch einmal verdoppeln - und sich die Situation parallel dazu verschärfen. Der Landrat geht allerdings davon aus, dass sich die Zahl irgendwann auf einem Level einpendeln werde, wenn die ersten Flüchtlinge nach abgelehnten Verfahren in ihre Heimat zurückkehren müssen.

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