Online: 12.02.2016 - ePaper: 13.02.2016

Unterricht per Videokonferenz für Flüchtlinge in Notunterkünften?

tl Dannenberg. Das Kultusministerium arbeitet derzeit an einem Pilotprojekt, in Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünften "für Flüchtlinge Unterricht per Video-Konferenz zu ermöglichen". Das hat die Sprecherin des Ministeriums, Susanne Schrammar, auf eine Anfrage der EJZ erklärt. Hintergrund für die Anfrage waren Klagen von Flüchtlingshelfern aus dem Nordkreis (EJZ berichtete), die regelmäßigen Schulunterricht für Kinder aus Notaufnahmeeinrichtungen fordern. Die Beschulung findet zurzeit nur auf freiwilliger Basis statt.

Doch vorerst "gibt es keine Bestrebungen, die Rahmenbedingungen der Schulpflicht zu verändern", erklärt Schrammar. Für Flüchtlinge aus Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünften gelte keine Schulpflicht, betont die Sprecherin. Sie verweist auf Bildungsangebote in den Aufnahmeeinrichtungen - die weitestgehend ehrenamtlich stattfinden, was die Helfer kritisieren.

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