Online: 29.03.2016 - ePaper: 30.03.2016

Die sinkenden Flüchtlingszahlen machen sich auch in den beiden hiesigen Notunterkünften bemerkbar: Gerade einmal 200 Menschen warten in ihnen darauf, weiterverteilt zu werden.

Land prüft wegen sinkender Flüchtlingszahlen, welche Kapazitäten auch in Lüchow-Dannenberg noch benötigt werden

ZoomNur noch 200 Menschen leben in Lüchow-Dannenbergs Flüchtlings-Notunterkünften – und offenbar kommen keine neuen hinzu, heißt es. Viele Betten sind bereits leer.

rg Dannenberg. Fast gähnende Leere herrscht derzeit in den beiden Lüchow-Dannenberger Flüchtlings-Notunterkünften. Dort kommen kaum noch Flüchtlinge an, zuletzt waren es 45, die am Osterwochenende nach Dannenberg gebracht wurden. Doch ein "Leerziehen" der beiden Lüchow-Dannenberger Notunterkünfte sei "vorerst nicht vorgesehen", heißt es jetzt aus dem Niedersächsischen Innenministerium. Auch wenn immer weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen, würden beide Camps nach wie vor belegt - und definitiv kurzfristig nicht geschlossen.

Bis vor einigen Wochen waren es täglich nicht selten zehntausend Menschen, die in Deutschland Schutz oder auch eine bessere Zukunft suchten. Aus diesem Strom ist ein Rinnsal geworden. Nur wenige Menschen schaffen es aktuell, die nun mit Zäunen und Mauern abgesperrten Grenzen in der europäischen Peripherie zu überwinden - und entsprechend wenige Flüchtlinge kommen so in Lüchow-Dannenberg an. Daher leeren sich die hiesigen Camps in Woltersdorf und Dannenberg, nur noch 200 Menschen warten dort darauf, weiterverteilt zu werden - zu Spitzenzeiten waren es weit über 1100. "Derzeit wird analysiert und geprüft, wie viele Kapazitäten das Land zur Flüchtlingsunterbringung mittel- bis langfristig vorhalten muss, um auch auf sich dynamisch verändernde Zahlen, die im Moment vergleichsweise gering sind, aber jederzeit wieder ansteigen können, reagieren zu können. Diese Prüfungen sind noch nicht abgeschlossen", so Ministeriumssprecher Matthias Eichler auf EJZ-Nachfrage.

Nichts Neues gibt es in Sachen Erstaufnahmeeinrichtung Neu Tramm: Es gebe keinen neuen Sachstand, heißt es bei der Samtgemeinde Elbtalaue und im Lüchower Kreishaus.

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