Online: 08.05.2016 - ePaper: 09.05.2016

Ein junger Mann aus Südkorea ist wahrscheinlich in der Elbe ertrunken. Die Suche wurde am Sonntagnachmittag erfolglos eingestellt.

Suche eingestellt: Koreaner wahrscheinlich in der Elbe ertrunken

ZoomNur mit Seilen gesichert können die Ströungsretter nach dem Vermissten suchen.

tj Schutschur/Neu Darchau. Gewissheit gab es am Sonntagnachmittag immer noch nicht. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass ein 27-jähriger Student aus Südkorea, der am Sonnabend bei Schutschur beim Baden in der Elbe in einen Strudel geriet, ertrunken ist, grenzt an Sicherheit. Eine Suche am Sonnabend hatte sich ab dem späten Nachmittag auf das Wasser zwischen den beiden Buhnen konzentriert, wo der Mann mit drei Begleitern gebadet hatte. Zunächst hatten Boote den Fluss abgesucht, dann versuchten Strömungsretter der DLRG, den Vermissten zu finden. Gegen 19 Uhr waren Taucher der Feuerwehr Lüneburg eingetroffen. Auch sie hatten keinen Erfolg, und die Suche wurde am Sonntagvormittag mit zwei Booten und Tauchern fortgesetzt. Als sie am frühen Sonntagnachmittag eingestellt wurde, war der vermutlich Ertrunkene noch nicht gefunden worden.

Das, so hatte Kreisbrandmeister Claus Bauck am Sonnabend vor Ort gesagt, sei nicht unbedingt überraschend angesichts des derzeitigen Frachtschiffsverkehrs auf dem Fluss. Die von diesen Großschiffen erzeugten Strömungen hätten den Mann eventuell stromab getrieben.

Einsatzleiter Klaus Koslowsky, Ortsbrandmeister von Neu Darchau und Schutschur, hatte am Sonnabend kurz vor 16 Uhr Vollalarm gegeben. Eingesetzt waren ein Polizieboot und die Boote der Feuerwehren aus Gartow, Gorleben, Damnatz, Hitzacker, Neu Darchau/Schutschur und Lüchow, Verstärkung kam von der DLRG Dahlenburg und von der anderen Elbseite, von wo drei Wehren anrückten. Doch die Suche vom Boot aus blieb erfolglos. Zeitweise seien bis zu 150 Retter vor Ort gewesen, sagte Kreisbrandmeister Bauck am Hafen von Neu Darchau, wo sich die Einsatzzentrale befand.

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