Online: 09.05.2016 - ePaper: 10.05.2016

Aus einem 363 Jahre alten Baum haben Künstler und Kunsthandwerker ein Jahr lang vielfältige Werke gemacht. Es ist: die Würdigung einer Traubeneiche. Nun hat eine Ausstellung eröffnet, die das Entstandene zeigt.

Ausstellung Ein Baum aus der Göhrde auf der Kulturellen Landpartie

ZoomDas Ensemble Axt-Eichel-Zirkel von Wolf Kobernuss ist das Wahrzeichen der Ausstellung „Ein Baum aus der Göhrde“.

mh Göhrde. Eine riesige Axt ragt über das Kuppelzelt im Waldmuseum Naturum in der Göhrde, vor und in dem Werke von 30 Künstlern präsentiert werden. Zum Auftakt der Ausstellung am Sonntag öffnete eine Tanzperformance mit Rahel Syring und dem Saxophonisten Warnfried Altmann die Fantasie der 70 Vernissagegäste für den geheimnisvollen "Kraftort Wald", in dem die Geschichte der Ausstellung wurzelt.

Inspirator ist der Göhrder Holzgestalter Michail Schütte, der die Künstler, vorwiegend aus dem Landkreis, animiert hatte, die von den Landesforsten gestiftete 363 Jahre alte Traubeneiche als Werkstoff zu verwenden. In zwei Jahren entstanden Skulpturen, Modelle von Schiffen, Schnitzereien, Möbel, Schatullen, Dachschindeln, Küchenutensilien, Collagen aus Rinde und Spänen. "Das Projekt würdigt den Wert des Baumes, zeigt dessen vielfältige und vollständige Nutzung", sagte Projektleiterin Angela Schoop. Schütte dankte den vielen "unsichtbaren Helfern", allen voran den Landesforsten, dem Verein Kateminer Mühlenbach als Projektträger, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald als Schirmherrn, der Gemeinde Göhrde, den Sponsoren wie der Sparkassenstiftung und dem Naturpark Elbhöhen-Wendland.

Das Eingangsensemble Axt-Eichel-Zirkel, geschaffen von Wolf Kobernuss, ist ein Symbol für den Geist der Ausstellung. "Die Axt ist eine Metapher für die nachhaltige Nutzung des Waldes", erklärte der Boitzer Objektkünstler, die goldfarbene Eichel symbolisiere den Reichtum des Waldes, der Feldzirkel stehe für die seit Generationen geltenden Forstverordnungen zur Schonung des Waldes. Das Gesamtkunstwerk "Ein Baum aus der Göhrde" ist bis zum 22. Mai am Naturum zu besichtigen. Die Wanderausstellung wird danach im Archäologischen Zentrum Hitzacker gezeigt.

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