Online: 11.08.2016 - ePaper: 12.08.2016

Eine von Lüchow-Dannenbergs wichtigsten Ein- und Ausfallstrecken wird ab Anfang September saniert: die Bundesstraße 191. Und zwar von Seybruch bis zur Dömitzer Brücke. Dafür wird die B191 im betroffenen Bereich vollgesperrt.

Anfang September wird die B191 von Seybruch bis nach Wulfsahl saniert

ZoomAb Anfang August wird die B 191 zwischen dem Seybruch und der Dömitzer Brücke gesperrt - wegen Bauarbeiten.

rg Quickborn. Die Bundesstraße 191 ist eine von Lüchow-Dannenbergs wichtigsten Ein- und Ausfallstrecken. Im Westen Richtung Uelzen, im Norden nach Ludwigslust. Tausende Autos und Lkw befahren sie täglich, auch und gerade der Transitverkehr aus dem deutschen Nordosten in den Nordwesten nutzt die Straße, die durch den Bau der Dömitzer Brücke Anfang der 1990er-Jahre zu einem wichtigen Verbindungsstück im Verkehrsprojekt Deutsche Einheit wurde. Diese wichtige Straße wird nun gesperrt, wieder einmal, denn zuletzt vor wenigen Wochen bekam sie zwischen Dannenberg und Zernien eine neue Fahrbahndecke. Jetzt wird am anderen Lüchow-Dannenberger Ende der Straße gebaut: Die B191 wird ab Anfang September zwischen Seybruch und der Dömitzer Brücke saniert. Und dafür wird sie komplett gesperrt.

Am 5. September sollen die Arbeiten beginnen, heißt es von der zuständigen Straßenbaubehörde in Lüneburg. Voraussichtlich sechs Wochen lang bleibt die B191 dann auf diesem Abschnitt voll gesperrt, lediglich direkt vor der Dömitzer Brücke werde man durch eine Ampelregelung ermöglichen, dass der von Dannenberg aus über Gusborn, Quickborn, Brandleben und Kaltenhof umgeleitete Verkehr über die Brücke komme - und natürlich in umgekehrter Richtung auch, heißt es von der Straßenbaubehörde. Diese Umleitung werde jedoch nicht für alle Fahrzeuge befahrbar sein, man werde die Tonnage begrenzen, stellt man in Lüneburg heraus. Der Schwerlastverkehr soll von Uelzen aus über Lüneburg, Lauenburg und die Bundesstraße 5 bis nach Ludwigslust umgeleitet werden, damit sich die schweren Lkw nicht durch die Dörfer an der Ausweichstrecke schlängeln müssen - jene Dörfer, die schon jetzt unter dem zunehmenden Verkehr zu leiden haben, weil sie an jener Strecke liegen, die Navigationssysteme als die kürzeste Verbindung zwischen der Dömitzer Brücke und Lüchow, Salzwedel und auch Magdeburg und Wolfsburg anzeigen.

Trotz der Vollsperrung soll es weiter möglich bleiben, die B191 zu überqueren, wenn man von Quickborn nach Damnatz wolle, verspricht die Straßenbaubehörde. "Die Fahrbeziehung Quickborn-Damnatz über die Kreisstraße 29 bleibt bis auf temporäre Einschränkungen erhalten", heißt es aus Lüneburg. Dort geht man im Übrigen davon aus, dass die Ausweichstrecke über die Dörfer nur "regionalen Verkehr" aufnehmen müsse. Das weiß man in der Gemeinde Gusborn jedoch besser: Dort fahren täglich ungezählte Autos mit Kennzeichen aus ganz Norddeutschland durch die Dörfer, sagen Anwohner.

Rund 1,6 Millionen Euro investiert der Bund in die Sanierung der arg mitgenommenen B191 zwischen Seybruch und der Brücke. "Die Fahrbahnerneuerung ist dort dringend erforderlich", betont man in Lüneburg bei der Straßenbaubehörde. In der Tat ist die B191 dort in vielen Teilen ein großer Flickenteppich mit zahlreichen Absenkungen und Dellen, zudem durchziehen tiefe Risse den Mittelstreifen. Nach der Sanierung ist die Bundesstraße 191 im Lüchow-Dannenberger Bereich dann fast in Gänze erneuert, lediglich im Dannenberger Stadtgebiet liegt dann noch die alte Fahrbahndecke. Dass diese Arbeiten für Anwohner und vor allem die Verkehrsteilnehmer Unannehmlichkeiten mit sich bringen, weiß man aber auch in Lüneburg: "Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer und Anlieger an der Baustrecke und an den Umleitungsstrecken um Verständnis für die mit diesen erforderlichen Bautätigkeiten verbundenen Störungen und Beeinträchtigungen", betont man bei der Straßenbaubehörde.

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