Online: 14.11.2016 - ePaper: 15.11.2016

Stallpflicht ab sofort in Teilen Lüchow-Dannenbergs

ZoomHühner müssen - wie alles Nutzgeflügel in einem breiten Streifen entlang der Lüchow-Dannenberger Elbe - auf unbestimmte Zeit im Stall belieben. Grund dafür ist die sich ausbreitenden Geflügelpest.

rg Hitzacker/Gartow. Nein, Grund zur Panik besteht nicht. Noch hat die Geflügelpest Lüchow-Dannenberg nicht erreicht. Zumindest offiziell. Das heißt: Zwischen Schnega und Schnackenburg ist noch kein toter Vogel aufgetaucht, bei dem der gefährliche H5N8 als Todesursache bestätigt worden wäre. Dennoch: Ab sofort gilt in Teilen Lüchow-Dannenbergs Stallpflicht für Geflügel, ganz egal ob Huhn oder Truthahn. Das hat die Kreisverwaltung gestern Nachmittag bekannt gegeben. Man habe eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen, so Landrat Jürgen Schulz (parteilos). Danach muss in einem breiten Streifen entlang der Elbe jedes Geflügel aufgestallt, also in einem Stall untergebracht werden, um zu verhindern, dass die Bestände mit dem Virus infiziert werden.

Lüchow-Dannenberg, heißt es in der Begründung des Landkreises, sei Wildvogeldurchzugsgebiet und bietet mit der Elbe, dem Gartower See und mehreren Feuchtgebieten Rast- und Brutplätze. Da das Virus von Wildvögeln übertragen werde, sehe man die Notwendigkeit, die Stallhaltung anzuordnen. Wie lange die Aufstallpflicht besteht, sei derzeit noch nicht abzusehen, heißt es im Kreishaus. In dem betroffenen Gebiet an der Lüchow-Dannenberger Elbe werden rund 70000 Stück Geflügel gehalten, in ganz Lüchow-Dannenberg sind es gut 160000. Der H5N8-Virus gilt für den Menschen als ungefährlich, Experten warnen jedoch davor, dass das Virus mutieren und dann auch den Menschen bedrohen könnte. Mehr zur Aufstallpflicht in Lüchow-Dannenberg finden Sie auf unserer Seite 23 in den Amtlichen Bekanntmachungen.

^ Seitenanfang