Online: 15.12.2016 - ePaper: 16.12.2016

Fall Ina K. aus Gorleben: Mordkommission wird aufgelöst

ZoomMit einem Sonarboot aus Hannover hatte die Polizei nach der Vermissten Ina K. aus Gorleben gesucht. Gefunden hatten die Beamten nichts. Die Frau und ihr Auto sind seit Anfang November 2015 unauffindbar.

ejz Gorleben. Ende des Jahres wird die Polizeiinspektion Lüneburg die Mordkommission, die wegen der 56-jährigen Vermissten Ina K. aus Gorleben gebildet worden war, auflösen. Bis heute fehlt von der Frau jede Spur. Das hat Polizeipressesprecher Kai Richter bekannt gegeben.

Ina K. war im November 2015 aus Gorleben mit ihrem blauen Kleinwagen verschwunden und gilt seitdem als vermisst. Die Polizei bildete daraufhin Anfang 2016 die Mordkommission "Matiz", benannt nach dem gesuchten Automodell. Nun stellen die Ermittler der Mordkommission ihre Arbeit ein. 50 Beamte hatten Hinweise auf die Vermisste verfolgt, doch ohne Ergebnis. Die Polizei schließt deswegen weder ein Gewaltverbrechen noch einen Selbstmord aus. Auch die Berichte in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" und "Kripo Live" im MDR ergaben keine neuen Erkenntnisse für die Beamten.

Zunächst hatte die Polizei im Anfangsstadium der Ermittlungen nahe Gorleben mit einem Sonarboot entlang der Elbe nach der Vermissten gesucht. Darüber hinaus waren gleich mehrmals Suchtrupps der Bundespolizei im Waldgebiet rund um Gorleben unterwegs. Dabei waren auch Hunde- und Reiterstaffeln der Polizei im Einsatz. "Wir hoffen, dass es irgendwann einen Hinweis oder eine neue Spur auf Ina K. oder ihr Fahrzeug gibt", betonte Kai Richter. "Oder aber, dass sie wieder vor der Tür steht und sagt ‚hier bin ich, ich war weg'." Unklar bleiben weiter die Hintergründe, weshalb die Frau verschwunden ist. Bekannt ist nur, dass Ina K. wegen finanzieller Schwierigkeiten ihr Haus verkaufen wollte.

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