Online: 28.05.2017 - ePaper: 29.05.2017

Bündnis gegen Rechts bei der KLP in Klein Wietzeetze

Kaum Neues über rechte Strukturen

ZoomÜber rechte Strukturen wollte eine Veranstaltung im Rahmen der KLP informieren.

Klein Witzeetze. Zahlreicher als in anderen Jahren sind diesmal die Orte auf der Kulturellen Landpartie, die um Aufmerksamkeit für politische Themen ringen. Ein "Hotspot" dieser Art ist der Hof Klein Witzeetze Nummer sechs. Hier findet sich, was das Herz eines politisch interessierten KLP-Bummlers bewegen könnte - sofern es tendenziell links schlägt: Gentechnik, Atomenergie, der G20-Gipfel in Hamburg - für alles gibt es Plakate. Weniger das Gorleben-Archiv dazwischen.

Am Freitag stellte das "Bündnis gegen Rechts" seine Erkenntnisse über die von ihm so eingeordnete rechte Szene in der Region dar. Auf einer Karte waren die Orte gekennzeichnet, in denen namentlich genannte Personen leben, die zum Beobachtungsobjekt des Bündnisses gehören. Dabei ist die Spanne weit. Sie reicht von AfD-Mandatsträgern in kommunalen Räten bis zu NPD-Funktionären aus Mecklenburg-Vorpommern. Auffällig dabei: der Ort Wibbese kommt nicht vor. Dafür steht ein Name auf der Landkarte, über dessen Gesinnung die Lüchow-Dannenberger seit 40 Jahren Bescheid wissen, weil es sich um einen ehemaligen Landvolk-Geschäftsführer handelt. Die Erkenntnisse werden als Ergebnisse der Arbeit einer Recherchegruppe namens Dr. Watson präsentiert, als ob es etwas aufzudecken gäbe. Was dann tatsächlich aufgelistet ist, hat zumindest für den Lüchow-Dannenberger Teil der Recherche wenig Arbeit gemacht. Aufgelistet sind mehrere AfD-Mitglieder, der ehemalige Landvolk-Kreisgeschäftsführer und ein Lehrer im Südkreis.

Versprochen wird, rechte Strukturen kenntlich zu machen. Strukturen heißt: Verbindungen, Zusammenhänge aufzuzeigen. Welche Zusammenhänge es zwischen den aufgelisteten Personen gibt, war am Freitag nicht zu erfahren Was für die Besucher blieb, war die Aufforderung, nicht wegzuschauen und in ihren jeweiligen Umgebungen zu handeln, wenn rechtsextreme und rassistische Positionen vertreten werden. Praktisch wurde es anschließend in einem Workshop. Dort gab es Beispiele für Handlungs- und Reaktionsmöglichkeiten, mit denen die Sprachlosigkeit überwunden werden könnte. fk

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