Online: 28.05.2017 - ePaper: 29.05.2017

Mützingen lockt zwischen Himmelfahrt und Pfingsten viele tausend Besucher an

Rundlingsseife und Stoffröcke bei der Mützingenta

ZoomAuch an den aus Holz gefertigten Spielzeugen hatten die Kinder eine Menge Spaß.

Mützingen. Sie riechen nach Lavendel, Rosen oder Zitrone. Und sie tragen die Namen von fünf Rundlingen des Wendlands. Nina Bönisch und Joris Kiestra sind stolz auf ihre Naturprodukte, die sie während der Mützingenta in Mützingen anbieten. In diesem Jahr sind zum ersten Mal Dörfernamen in die Seife eingeprägt.

"Wir haben bewusst Rundlingsnamen verwendet. Das soll zum einen Werbung fürs Wendland sein und zum anderen hoffen wir, dass die Rundlinge doch noch als Weltkulturerbe anerkannt werden", erzählt Bönisch. Seit elf Jahren verkauft sie auf der Mützingenta. Der Seifenstand, er ist ein magischer Anziehungspunkt für viele Gäste - allein schon der Duft lockt an. "Aber in den vergangenen Jahren war der Seifenverkauf rückgängig", weiß Bönisch. "Die Leute stehen oft auf Flüssigseife", ergänzt Kiestra. Dennoch haben die beiden eine Hoffnung: "Dass die Leute wieder bewusster leben und auf in Plastik verpackte Seife und Duschgels verzichten", sagt Bönisch. Dieser Trend deute sich derzeit vor allem bei der jüngeren Generation an, sind beide überzeugt. Deswegen werden sie auch weiterhin zur Mützingenta kommen.

So wie viele andere Aussteller, die den Platz ausfüllen. Von bunter Steinkunst bis zum Stoffrock ist dort alles zu finden. Schmuck und Holzschnitzarbeiten ziehen die Besucher ebenso an wie die vielen kulinarischen Angebote. Auffällig: Besonders Kinder haben auf dem Platz der Mützingenta überall ihren Spaß: beim per Hand angetriebenen Holzkarussell und auf der Murmelbahn, die mit Golfbällen bedient wird. Und wer es nicht weiß, dem fällt auch überhaupt nicht auf, dass die Mützingenta kein Wunderpunkt der Kulturellen Landpartie (KLP) ist. Denn einen Unterschied gibt es nur auf dem Papier, passen würde sie zur KLP allemal. tl

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