Online: 21.11.2016 - ePaper: 22.11.2016

Name gesucht für neuen Fußballkreis

koo Zernien. Wie soll der neue Fußballkreis heißen? Bei den Infoveranstaltungen der Fußballkreise Lüchow-Dannenberg, Uelzen und Lüneburg, die bekanntlich zu einem neuen großen Fußballkreis fusionieren wollen, wurden Spieler, Fans und Funktionäre aufgefordert, über ihre Vereine Namensvorschläge für den neuen großen Kreisverband einzureichen. Bis Ende des Jahres sei das möglich, informierte am Sonnabend bei der Info-Veranstaltung in Zernien Christian Röhlke als Sprecher der Lenkungsgruppe, die in acht Arbeitsgruppen das Zusammenwachsen der Kreise vorbereitet. Drei Namensvorschläge werden ausgesucht und später zur Wahl gestellt, so Röhlke, der auch Vorsitzender des Kreis-Fußball-Verbandes (KFV) Lüneburg ist.

Bei der Sitzung in Zernien war die Zahl der Jugend-Aufsteiger auf die Bezirksebene eigentlich das einzige knifflige Thema. Im Nachwuchs- und Frauenbereich wollen die drei Kreise bereits ab Herbst 2017 gemeinsam loslegen quasi als Probelauf für die eigentliche Fusion. "Wir beschäftigen uns schon mit einer gemeinsamen Ausschreibung, da wir der Meinung sind, dass wir im Jugendbereich schnell starten sollten", hatte Klaus Arndt als Sprecher der Arbeitsgruppe Juniorenspielbetrieb erklärt. In Zernien hatte ein Vereinsvertreter gerade in der "Erprobungsphase" aber mehr als einen Aufsteiger pro Jahrgang aus allen drei Kreisen gefordert.

Bei der Info-Veranstaltung im Kreis Uelzen in Suhlendorf hatte es von Vereinsdelegierten Bedenken in punkto Finanzen und weite Auswärtsfahrten gegeben. Ein Einblick in die Finanzen fehle, wurde im Nachbarkreis moniert. Röhling betonte dagegen, dass man noch nicht so weit sei, "um einen Finanzplan vorzustellen. Wir legen aber großes Augenmerk auf das Geld". Eine hauptamtliche Kraft soll im neuen großen Fußballkreis aber nicht installiert werden, erklärte Röhling.

Andere Vereine befürchten, Verlierer bei der Staffeleinteilung zu werden und aufgrund der geografischen Lage als Verschiebemasse zu enden. In Zernien hatte Hartmut Jäkel als Sprecher der Arbeitsgruppe Männerspielbetrieb bereits betont, dass die Vereine an der Peripherie der Kreise dort auch nach einer Fusion bleiben - das sei nicht zu ändern. So weit wie möglich wolle man aber auf Wünsche der Vereine eingehen.

Bei der Info-Veranstaltung im Kreis Lüneburg hatte ein Verein mehr Teams aus dem Kreis Lüneburg in der höchsten Staffel des möglichen neuen Kreisverbandes gefordert. Je sechs aus den Kreisen Lüneburg und Uelzen und vier aus Lüchow-Dannenberg sind in dieser Staffel vorgesehen, die den Arbeitstitel Elbe-Ilmenau-Liga trägt und der früheren Bezirksklasse ähnelt. "Das wird sich in ein, zwei Jahren schnell einpendeln", erklärte der Lüneburger Spielauschussvorsitzende Thore Lohmann. Zudem sei es wichtig, fair nach Proporz zu gehen, so Jäkel. Auch für ihn sei es wichtig, dass "die drei Kreise auf Augenhöhe sind".

Auf der EJZ-Homepage unter www.ejz.de sind im Anhang an diesen Artikel die Vorschläge und Resultate der Arbeitsgruppen zu sehen, darunter auch die mögliche Einteilung der Männerstaffeln. Das seien aber nur vorläufige Modelle.

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  • 111229836_Praesentation.pdf
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