Online: 02.01.2017 - ePaper: 03.01.2017

Comeback nach sechs Jahren

ZoomWieder Trainer beim MTV Dannenberg ist Bodo Mönke, der vor sechs Jahren schon einmal Coach des Bezirksligisten war. 2 Aufn.: EJZ-Archiv

Von Andreas Koopmann

Dannenberg. Ein neuer altbekannter Trainer und drei weitere Zugänge - Fußball-Bezirksligist MTV Dannenberg eröffnet das neue Jahr mit Paukenschlägen. Bodo Mönke wird wieder Coach der Dannenberger Fußballer. Das bestätigte MTV-Abteilungsleiter Friedrich Lindemann, der sich am Silvestertag mit Mönke per Handschlag auf einen erneute Zusammenarbeit geeinigt hat. Zudem verstärken ab sofort die höherklassig erfahrenen Lukasz Polak und Florian Mönke vom SV Liesten und Dariusz Wilejto vom SV Blau-Weiß Polz das Dannenberger Team. Bis Ende 2010 war Mönke schon einmal Teil eines Trainertrios beim MTV, ehe er damals nach internen Unstimmigkeiten gemeinsam mit Heinz Baldermann als Trainer zurückgetreten war. Danach absolvierte Mönke Trainerstationen in Bodenteich, Hitzacker, Polz, Perleberg und Liesten, die er teilweise in Unfrieden beendet hatte.

"Wir denken, dann ist mehr Zug im Team", erläutert Lindemann die Verpflichtung von Mönke. Bis Ende des Jahres hatte wie vereinbart Adrian Georgiev als Spielertrainer das MTV-Team gelenkt, nachdem sich der Verein Ende Oktober von Coach Jörg Reckewell getrennt hatte. Die Vergangenheit sei abgehakt, erklärt Lindemann. Vor fünf Jahren sei man zwar im Knatsch auseinandergegangen. Das habe auch an einigen Spielern im damaligen MTV-Team gelegen, nun habe man wieder zusammengefunden. Mit Mönke sehe sich Lindemann zudem "auf einer Wellenlänge". Zudem kenne der neue Coach noch einige Spieler im MTV. Mit Mönke hofft Lindemann auf mehr Ordnung und besonders Stabilität im Kader - mit 63 Gegentoren in 18 Spielen ist der MTV bisher eine der defensivschwächsten Mannschaften der Bezirksliga.

Dass Mönke bei seinem jüngsten Engagement beim SV Liesten auch aufgrund der Abwehrschwäche des Teams gehen musste und in der Lüchow-Dannenberger Fußballszene nicht als unumstritten gilt, lässt Lindemann nicht gelten. "Ich habe ein gutes Gefühl", betont Lindemann, da Mönke schärfer und direkter die Trainerarbeit angehe. Und wenn "eine gewisse Spannung da ist, ist das auch nicht schlecht. Ein bisschen Dampf musss sein, nur mit Schmusekurs kommt man auch nicht weiter." Ihm zur Seite steht weiterhin Adolf Kuhn, der Betreuer und Co-Trainer bleibe. Lindemann sieht die Verpflichtung Mönkes zudem auch schon als Vorbereitung auf die neue Saison. In Lukas Polak, der 2013 im Trikot der TSV Hitz-acker Kreisliga-Torschützenkönig war, sowie Florian Mönke und Wilejto sei man auch dabei auf einem guten Weg und vergrößere den Kader.

Mönke freut sich auf die neue Aufgabe. Der 60-Jährige will in erster Linie aus den zwölf verbleibenen Bezirksligaspielen die nötigen Punkte holen, um mit dem Verein sicher in der Bezirksliga zu bleiben und erst einmal in ruhiges Fahrwasser zu kommen. Er habe, nachdem der MTV auf ihn zugekommen sei, nach etwas Bedenkzeit die Aufgabe übernommen. Für ihn habe gesprochen, dass er noch einige Spieler des Kaders kenne. Und er sieht reichlich Potenzial in der Mannschaft. Auf die Vergangenheit will Mönke nicht mehr eingehen. Und bei seiner jüngsten Trainerstation beim Landesklässler SV Liesten, den er mit dem Kolborner Thomas Schulz als weiterem Trainer im November hatte verlassen müssen, habe die Zusammenarbeit mit dem Vorstand nicht mehr gepasst. Was andere sagen, kommentiere er zudem nicht. Ob neben den drei neuen Spielern in der Winterpause noch weitere zum MTV wechseln, sei noch nicht sicher, so Mönke.

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