Online: 07.01.2014 - ePaper: 00.00.0000

Betrifft: Artikel »Blitzer-Einnahmen fast verdoppelt» (EJZ vom 31. Dezember) Nun ist es endlich allen klar. Das Finanzmodell Lüchow-Dannenberg ist gescheitert.

Finanzierungsmodell gescheitert

Die Autofahrer sind nicht bereit, für die Kreiserhaltung zu rasen. Gut, dass sich Unseriösität nicht wirklich lohnt. Zwar haben sich die Einnahmen aus Bußgeldern fast verdoppelt. Aber nur, weil sich die Anzahl der stationären Blitzer mehr als verdoppelt hat.

Wenn man die veröffentlichten »Bilderanzahlen» richtig lesen will, zeigt sich das Dilemma: Rückgang der Bilder an den »Altgeräten» um teilweise mehr als 33 Prozent. Also nur eine Frage der Zeit, bis sich auch die Höhe der jetzigen Bußgeldeinnahmen nur mit einer erneuten Verdoppelung der »Blitzer» erreichen lässt. Und dann jedes Jahr weiter »aufrüsten»? Und irgendwann steht alle 50 Meter ein solches Gerät, denn jeder Meter Straße ist ein potenzieller Unfallschwerpunkt. Und nur da stehen ja die Blitzer.

Vielleicht sollte sich der Landkreis (Kreistag und Verwaltung) mehr seinen eigentlichen Aufgaben widmen. In den vergangenen Wochen haben sich da doch große Defizite in der Aufgabenwahrnehmung gezeigt, die jetzt zu gegenseitigem Nachtreten (Foul beim Fußball) zwischen Landkreis und Samtgemeinde Elbtalaue sowie auch einigen Gemeinden führen.

Führung heißt auch: Wissen was los ist. Aber wenn nur noch Unfallschwerpunkte wichtig sind, fehlt vielleicht der Blick fürs Wesentliche. Und das darf man nicht aus den Augen verlieren. Besonders nicht, wenn es um die Zukunft des Landkreises geht. Mit den »drei Affen» ist die Zukunft schon zu Ende. Genau wie mit dem Slogen: rasen für den Kreiserhalt.

Karl-Heinz Klappstein,

Metzingen

^ Seitenanfang