Online: 07.01.2014 - ePaper: 00.00.0000

Betrifft: Artikel »Der gute Klaus und seine Gäste» (EJZ vom 24. Dezember) Danke an Klaus Evert und Rita Germann und danke an die Redaktion der EJZ! Der Bericht über den schweren Weg der neun Lüchow-Dannenberger Gäste aus Syrien und dem Iran hat so viel in mir bewegt. Sieht man in den Nachrichten, wie die eng an eng stehenden Flüchtlinge ohne Hab und Gut Europa erreichen, schleicht sich der Gedanke ein, dass die Menschen nur aus wirtschaftlichen Gründen das »Paradies Europa» erreichen wollen, um unsere sozialen Errungenschaften zu nutzen.

Beleg für die Not

Wie unangenehm und so falsch sind diese heimlichen Gedanken.

Die Geschichte der Gäste in Restorf belegt die große, große Not, und ich finde auch den enormen Mut, den lebensgefährlichen Weg zu gehen. Gleichzeitig empfinde ich es als grausam, dass skrupellose Schleuser die Not für sich nutzen und Unmengen an Geld für die riskante Überfahrt fordern. Menschen aus einfachen Verhältnissen können sich eine Flucht nicht leisten. Sie sind also weiterhin der Willkür der Aggressoren ausgesetzt.

Es ist so wichtig, dass die Medien das Schicksal Einzelner beschreiben. Ich kann mir vorstellen, dass viele andere Leserinnen und Leser so wie ich empfunden haben und auch etwas beitragen möchten. Vielleicht kann eine Online-Liste benötigte Dinge benennen?

Ich bin begeistert von den Gastgebern, und ich wünsche den syrischen und iranischen Gästen viel Kraft dafür, einen neuen Weg für sich zu finden, und uns allen ein Leben in Frieden.

Anke Steffen, Pussade


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