Online: 09.01.2014 - ePaper: 00.00.0000

Betrifft: Großjagd im Raum Gartow Es ist gerade einmal vier Wochen her: Am 7. Dezember fand im Großraum Prezelle- Gartow eine große Jagd statt; darüber hat die Elbe-Jetzel-Zeitung ausführlich und wohlwollend berichtet. Am 4.

Minderheit dominiert die Mehrheit

Januar hat zur Überraschung vieler Anwohner ohne Vorankündigung im selben Gebiet eine Drückjagd stattgefunden.

Ich ging wie jeden Morgen mit meinem Hund spazieren. Als ich nach hundert Metern am Wirler Weg war, sah ich ein Schild am Wegesrand: »Heute Jagd». Sekunden später, es war etwa 9 Uhr, hörte ich die ersten Schüsse, ziemlich laut, in unmittelbarer Nähe. Der Hund bekam Angst und wollte nach Hause. Es fielen weitere Schüsse. Ich kehrte um und bin mit meinem Hund im Auto Richtung Gartower See gefahren, wo es eine Hundewiese gibt. Auf der Landesstraße von Prezelle Richtung Bundesstraße sah ich ein Geschwindigkeits-Begrenzungs-Schild: 50 - Heute Jagd. Als ich auf die Bundesstraße nach Gartow einbog, wieder ein solches Schild.

Die Autofahrer müssen Rücksicht auf die Jäger nehmen, die ihrem Freizeitspaß nachgehen. Müsste es nicht umgekehrt sein? Die Gefahr geht doch von den Jägern aus. Können sie nicht dort ihrem Vergnügen nachgehen, wo keine Gefahr besteht? Wer hat ihnen übrigens erlaubt, solche Schilder aufzustellen?

Auf der Hundewiese am Gartower See angekommen, war es nicht lange still. Auch hier hörte man sehr laute Schüsse. Die Hunde waren derart verunsichert, dass nicht nur ich wenig später mit meinem Hund wieder nach Hause fuhr.

Ich fühle mich gefoppt und in meiner Freizügigkeit eingeschränkt. Der Wald gehört allen, nicht nur den Jägern. Das gilt auch für Privatwälder. Wie wäre es mit einem Blick ins Gesetz?

Maria List,

Prezelle

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