Online: 25.01.2014 - ePaper: 00.00.0000

Betrifft: Debatte um Homophobie in Deutschland Auch in der Debatte um Hitzlsperger wurde unter anderem Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) nicht müde, zu betonen, dass solange es auch beim Adoptionsrecht nicht die volle Gleichstellung gebe, das Thema »Homophobie» in Deutschland auch noch nicht abgehandelt sei. Herr Beck und seine Mitstreiter/innen mögen doch bitte zur Kenntnis nehmen, dass in einigen Fällen die Beantwortung der Frage nicht immer zwangsläufig »entweder Gleichstellung oder Homophobie» lauten kann. Im Falle des Adoptionsrechtes beispielsweise müsste man sich im Grunde gar zwischen der Gleichwertigkeit von Mann und Frau (beziehungsweise Vater und Mutter) und der Gleichstellung homosexueller Paare entscheiden.

Gleichstellung oder Homophobie?

Nämlich dann, wenn man davon ausgeht, dass jedes Kind von Natur aus einen männlichen Vater und eine weibliche Mutter hat, dass es zwischen Mann und Frau natürliche Unterschiede gibt (auch wenn »Herr Professorin» etwas anderes behauptet) und dass für die Entwicklung eines Kindes sowohl ein weiblicher als auch ein männlicher Elternteil natürlich gleichermaßen wichtig und förderlich ist. Und eben nicht fallweise abwechselnd nur das eine oder nur das andere Elterngeschlecht.

Das heißt natürlich nicht, dass es jedem Kind im Einzelfall bei einem heterosexuellen Paar besser erginge - es geht hier aber ums Grundsätzliche, zumal in einer Situation, in der die Zahl der adoptionswilligen Eltern die Zahl der möglichen Adoptivkinder weit übertrifft.

»Auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften müssen zusammen Kinder bekommen, adoptieren und aufziehen dürfen» (Wahlprogramm Piratenpartei). In einer Zeit des bunten Uniformismus» ist leider davon auszugehen, dass das Bundesverfassungsgericht ein zeitgeistiges und meiner Meinung nach unausgewogenes Urteil fällen wird. Einer sachlicheren Debatte hat man jedenfalls durch den gezielten Einsatz des Kampfbegriffes »Homophobie» erfolgreich vorgebeugt.

Christian Becker,

Langendorf

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