Online: 25.01.2014 - ePaper: 00.00.0000

Betrifft: Artikel »Kampfdrohnen sollen deutsche Soldaten schützen» (EJZ vom 3. Januar) Unserer Zeitung bin ich dankbar für so manche Mitteilung, wie zum Beispiel den Hinweis, dass bereits jetzt die Anschaffung von Kampfdrohnen wieder auf der Tagesordnung der Bundesregierung steht. Skeptiker hatten also recht, dass es nur dem Wahlkampf geschuldet war, wenn auf die ganz überwiegende Meinung der Bevölkerung vorübergehend Rücksicht genommen und die Entscheidung verschoben wurde.

Militär abschaffen

Christliche und sozialistische Ansprüche der Koalitionspartner stehen dem offenbar nicht im Wege.

Argumentiert wird natürlich damit, dass die eigenen Soldaten im Kriege geschützt werden sollen. Verschwiegen werden aber die verheerenden Folgen der Entmenschlichung - im wahrsten Sinne des Wortes - des Krieges und die Verringerung der Hemmschwelle mechanisierten Tötens, ganz zu schweigen von den auch unbeteiligten Opfern des Einsatzes. Technische Perfektion ist eben eine gefährliche Allmachtfantasie und keine reale Perspektive - so wie auch Menschen zum perfekten Handeln nicht fähig sind.

Deshalb mein Rat: Rüstung und Militär überhaupt abzuschaffen und auf zivilere Methoden der Konfliktbewältigung zu setzen. Für eine Frau an der Spitze des Verteidigungsministeriums wäre das eine angemessene Aufgabe, mit der sie den Bürgern auch hohe Kosten ersparen würde.

Ewis Storck,

Belau

^ Seitenanfang