Online: 18.02.2014 - ePaper: 18.02.2014

Betrifft: Kreiselternratssitzung vom 23. Januar
 

Eine Mogelpackung

Im Beitrag zur Kreiselternratssitzung vom 23. Januar bezeichnete Herr Dr. Nemetschek den Kompromiss der Eltern aus Bergen und Schnega, eine gemeinsame Grundschule zu erhalten, als Mogelpackung. Der Begriff Mogelpackung passt allerdings viel besser auf das von der Samtgemeinde als „ergebnisoffene Standortdiskussion“ bezeichnete Vorgehen. Ergebnisoffen war das nicht. 
Der Beschluss, die beiden Grundschulen zu schließen, stand lange fest, noch bevor die Öffentlichkeit informiert wurde. Hätte die Samtgemeinde wirklich ergebnisoffen agieren wollen, hätte sie den angebotenen Kompromiss ernsthaft durchgerechnet und vorgestellt. Denn der Samtgemeinde lagen alle Daten vor. Zu behaupten, die Eltern hätten sich zu spät gekümmert, ist auch nicht gerechtfertigt, da das Kompro-missangebot der Samtgemeinde vor den Informationsveranstaltungen vorlag und auch Herrn Prof. Asselmeyer vorab diese Informationen durch die Eltern erhalten hat. Wenn der Wille des Samtgemeinderates da gewesen wäre, ergebnisoffen zu agieren, wäre sie mit dem Angebot der Eltern anders umgegangen. 
Auch die Landesschulbehörde hat sich nicht die Mühe gemacht, das Kompromissangebot mit einzukalkulieren, sondern behauptet, eine pädagogisch sinnvolle Mindestschülerzahl wäre nicht gegeben. Das ist nicht wahr, nach den Zahlen der Samtgemeinde wäre in einer gemeinsamen Grundschule Bergen/Schnega bis 2019 gesichert eine pädagogisch sinnvolle Mindestschülerzahl vorhanden. 
Die Mogelpackung ist die von der Samtgemeinde propagierte ergebnisoffene Diskussion zur Schulstruktur im Südkreis. Bei Stiftung Warentest gäbe es dafür ein Mangelhaft.
Evelyn Reinecke, Thune,
Andrea Eva, Harpe
Schulelternrat

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