Online: 19.02.2014 - ePaper: 19.02.2014

Betrifft: neuer Bundeslandwirtschaftsminister

Erwartungen an den neuen Minister

Tschüß, Hans-Peter Friedrich, hallo, Christian Schmidt. Wer ist das denn? Erstmal googlen. Bisher war er parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Dann sollte er ja wissen, dass europäische Agrarexporte in Entwicklungsländer dort Hunger und Elend verursachen. Und Futtermittel aus Südamerika für unseren Fleischkonsum unter menschen- und umweltverachtenden Zuständen produziert werden. Oder?
Noch im Januar auf der Grünen Woche hat er gesagt: „Ich freue mich, dass nicht nur auf der Grünen Woche Themen wie Fair Trade, ökologische Landwirtschaft sowie ethische Fragen immer größere Bedeutung erhalten.“ Im Gespräch mit dem Kirchlichen Dienst auf dem Lande hat er den Umgang mit Nutztieren hinterfragt. Steht auf seiner Homepage. Dann sollten wir doch von diesem Mann keine unqualifizierten Aussagen à la Friedrich („Es gibt keine Massentierhaltung in Deutschland“) erwarten müssen. Oder?
Erinnern wir uns: Selbst Ilse Aigner, ansonsten Agrarreform-Blockiererin erster Güte, hat es ja mal gewagt, auf der Grünen Woche in die Mikrofone zu 
sagen, dass wir alle dringend weniger Fleisch essen müssen. Wow, da hat sie aber mächtig Ärger von Mutti und dem 
Bauernverband bekommen! Man darf also gespannt sein, wie der Neue sich entwickelt.
Maren Ramm, 
Dannenberg

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