Online: 03.03.2014 - ePaper: 03.03.2014

Häppchen und Erfrischungen sollen die neue Grundschule in Clenze und das dazugehörige neue Konzept schmackhaft machen. Eine Veranstaltung, zu der die Samtgemeinde Lüchow (Schulträger), die Astrid-Lindgren-Schule und das Architektenteam Pohlmann eingeladen hatten und die vor allem als Informationsveranstaltung für Eltern gedacht war. Allerdings war es ein überwiegend von Politikern und Pädagogen besuchter Abend. Wen wundert es, wenn um 18 Uhr eingeladen wird! Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für Eltern, die kleine Kinder zu betreuen haben. Außerdem wurden viele der Kindergarten-Eltern nicht eingeladen, gerade diese aber betrifft die neue Schule doch.

Fragen blieben offen

Ein sicherlich teuer eingekaufter Moderator, der witzig sein sollte, es aber nicht war. Ein entspannter Samtgemeinde-Bürgermeister, der nicht viele kritische Fragen (bei vorgegebenen 15 Minuten Fragezeit) zu erwarten hatte, und auf die von mir gestellte Frage, die auf das künftige noch gesteigerte Gefährdungspotenzial der Bussituation für die Fahrschüler aufmerksam machte, nur lapidar antwortete: „Das ist Sache des Kreises." Der Stadtrat aus Osterholz-Scharmbeck und der Coach der Astrid-Lindgren-Schule, die aufzeigten, dass der Unterricht heute nicht mehr so sein kann, wie viele Eltern ihn noch aus ihrer Schulzeit kennen, aber auch nicht wesentlich Neues vermittelten, denn vieles, was genannt wurde wie Gruppenarbeit, handlungsorientierter Unterricht, Teamarbeit, individuelles Lerntempo und leises Sprechen während des Unterrichts, ist Schulalltag und auch an hiesigen Grundschulen längst angekommen (siehe Inspektionsergebnisse). Auf die wenigen, möglichen Fragen wird ausweichend geantwortet, und es wird eingeräumt, dass der Schulweg für Rollstuhlfahrer doch nicht so ganz barrierefrei möglich ist, obwohl bis 2018 alle Schulen barrierefrei sein müssen (in der Schulschließungsdebatte immer wieder vom SG-Bürgermeister betont). Viele Fragen blieben offen und konnten gar nicht gestellt werden. Absicht und Kalkül?

Karina Wesch, Thune

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