Online: 15.04.2014 - ePaper: 16.04.2014

Betrifft: Artikel „Thor muss draußen bleiben“ (EJZ vom 4. April)

Zur Wehr setzen

Dem Autor Benjamin Piel sei Dank für den Mut, die Vorgehensweisen eines Schulleiters, die man ansonsten nur von totalitären Systemen kennt, öffentlich zu machen. Es wirft ein grelles Licht auf unsere bröckelnden Grundrechte: Hilfe, ich fühle mich durch die Strickmütze meiner Nachbarin bedroht, da sie mit 317 Maschen gestrickt wurde (typisches Anzeichen für rechtsextreme Mützen!); wohingegen doch allgemein bekannt ist, dass 318 und mehr Maschen auf eine friedliebende, antirassistische, genderkompatible Mütze schließen lassen.
Man kann den Eltern der Schüler nur raten, sich des „in-die-rechtsextreme-Ecke- Stellens“ ihrer Kinder, die öffentlich gebrandmarkt sind, zur Wehr zu setzen. Ach ja, Herr Schulleiter, Sie haben am 4. April 2014 eine Hose getragen, die meines Wissens ebenfalls rechtsextremistisch und noch dazu rassistisch (!) belastet ist.
Wilfried Rust, Hitzacker

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