Online: 13.08.2014 - ePaper: 13.08.2014

Kein Platzfür Bienen

Betrifft: Artikel "Bauernkritik an Streichliste" (EJZ vom 9. August)

Kreislandwirt Tebel macht sich um unsere Umwelt Sorgen. Besonders sorgt er sich um Bienen und Insekten, die die Opfer des grünen Umweltministers Christian Meyer würden. Die Landwirte könnten nun wegen der Kürzung der Subventionen nicht mehr "große Teile ihrer Flächen für Maßnahmen zur Verfügung stellen".

Die Elbe-Jeetzel-Zeitung gibt diesen Klagen der Landwirtschaftslobby kommentarlos wieder und unterstützt den Inhalt noch mit einem hübschen Foto von einem Insekt in einer Mohnblüte. So wird der Eindruck vermittelt, als würde den armen Landwirten Unrecht geschehen.

Die Wahrheit ist leider viel trauriger: Von Jahr zu Jahr geht die Artenvielfalt in der Landschaft weiter zurück. Für Bienen und Insekten ist in der Mais-, Kartoffel- und Rübenlandschaft kein Platz mehr, weil mehr und mehr Hecken verschwinden, Wegränder weggepflügt werden, und was dann noch an blühendem "Unkraut" stehenbleibt, wird mehrfach im Jahr gemäht oder gemulcht, bevor es überhaupt zu einer Blüte kommen kann. Dafür sollte es nicht Subventionen geben, sondern Strafen. Wie fände Herr Tebel das wohl?

Gerd Viergutz, Lomitz

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