Online: 21.08.2014 - ePaper: 21.08.2014

"Kriege sind nie eine Lösung"

Betrifft: Leserbrief "Kampfdrohnen müssen weltweit geächtet werden" von Herbert Flügel, Lüchow (EJZ vom 2. August)

Die Frage von Herrn Flügel, "wen haben wir da gewählt", ist eigentlich einfach zu beantworten: Dieses Land wird regiert von Politikern, gewählt von Bürgern, die offensichtlich auf die Waschmittel-Slogans der Parteien hereingefallen sind. Sie waren schlecht informiert. In der ehemaligen DDR, wo unsere Kanzlerin herkommt, galt der Slogan: "Nie wieder soll eine Mutter ihren Sohn beweinen." Diese Worte hörte ich wohl, allein mir fehlte der Glaube, was sich bestätigt hat. Die Öffentlichkeit weiß doch seit Jahrzehnten, wie Politiker uns immer wieder belügen.

Die Regierung in Washington unter Führung von Dabbeljuh Bush sprach von Massenvernichtungswaffen im Irak. Präsident Bush hat die Welt belogen und den Irak-Krieg grundlos ausgelöst. Dieser Krieg ist bis heute nicht beendet. Ex-Bundeskanzler Schröder hattte seinerzeit eine Beteiligung Deutschlands abgelehnt, aber Kanzlerin Merkel hat es für geboten gehalten, deutsche Soldaten in diesen verheerenden Krieg zu schicken. Über 50 junge deutsche Soldaten mussten dort bereits ihr Leben lassen. Wofür eigentlich? Der damalige Verteidigungsminister Jung legte am Volkstrauertag in der neuen Wache in Berlin einen Kranz für die sinnlos Gefallenen nieder und ließ sich herab, die Schleifen der Kränze zu ordnen.

Die neue Verteidigungsministerin Frau von der Leyen, ein Nachkriegskind, hat vom Krieg mit all seinen Grausamkeiten und von Kriegsführung keinen blassen Schimmer. Frau von der Leyen sinnt darüber nach, wobei die Waffenlobby wahrscheinlich unterstützende Entscheidungshilfe leistet, Kampfdrohnen zum Schutz unserer Soldaten, so ihre Begründung und den Amerikanern nachgeplappert, anzuschaffen. Diese Diese Waffen - und nicht nur diese (Streubomben, Atombomen, Landmienen etc.) - sollten weltweit geächtet werden. Kriege sind nie eine Lösung.

Es reicht, dass die Amerikaner Raketen mit atomaren Sprengköpfen in Deutschland mit Zustimmung unserer Politiker lagern. Kostet dem deutschen Steuerzahler jährlich 65 Millionen Euro. Die Amerikaner haben aber keine Kampfjets in Deutschland stationiert, so dass deutsche Kampfjets mit deutschen Piloten eingesetzt werden müssten, um die Raketen zum Einsatzort zu bringen. Also raus mit den Raketen aus Deutschland!

Klaus Grothe,

Schnega

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