Online: 22.08.2014 - ePaper: 22.08.2014

Für das Nichtstun gewählt?

Betrifft: Güstritzer Teiche, alte Lüchow Deponie und Wendlandbahn

Vor gut einem Jahr erschien in der EJZ ein großer Artikel über den Güstritzer Weiher. Die Nachbarn hatten sich beschwert. Der Weiher ist an einen Angelverein verpachtet, hieß es dort, das Schwimmen sei verboten, ebenso das Campen und Feiern bei Lagerfeuer. Vor einiger Zeit sei ein Kind in dieser tiefen ehemaligen Tongrube ertrunken, was nicht wundert, denn die Böschungen sind steil, der Boden glitschig und das Wasser unterhalb der drei-Meter-Sprungschicht eiskalt. Wenn man nun guckt, ist in Güstritz in diesem Jahr alles wie gehabt, und an sonnigen Tagen sind Plätze auf der Liegewiese rar.

Aber was unternahmen seither die zuständigen Ordnungsbehörden? Sie warteten angestrengt darauf, dass das nächste Kind in den Brunnen fällt - Pardon - im Weiher ertrinkt. Sonst offenbar nix. In einer ähnlichen Situation in Bayern wurde eine praktikable Lösung angestrebt und gefunden, die über Jahre hin Bestand hatte und allen Ansprüchen genügte. Doch in Bayern, heißt es, seien die Politiker auch näher am Volk. Oder sind die dort einfach intelligenter als hier?

Ebenso die seit Jahren überfällige Sanierung der ehemaligen Deponie am Rande von Lüchow. Eine preiswerte Lösung wäre denkbar, eine Zusammenarbeit mit einer deutschen Universität im Rahmen eines Forschungsprojektes möglich, und was tun unsere großen hochbezahlten Strategen? Nix.

Thema Wendlandbahn: zig Möglichkeiten, hier selber unter Ausnutzung der kreiseigenen Ressourcen aktiv zu werden. Angefangen bei der Organisation einer touristischen Dampflok-Werbe-Sonderfahrt bis Lüchow in Verbindung mit einem Werbefilm für die Region (Weltkulturerbe!) und und und. Und was tun die Herren Landrat Schulz und Bürgermeister Schwedland fürs viele Geld? Was sie am besten können! Nix! Haben wir sie dafür gewählt?

Thomas von der Mühlen,

Gühlitz

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