Online: 25.08.2014 - ePaper: 25.08.2014

Helfer bei schwerem Gewitter

Betrifft: Hilfsbereitschaft bei Unwetter

Am Mittwoch, dem 13. August, sind wir im Wendland mit dem Fahrrad auf freiem Feld in ein unglaubliches Gewitter geraten. Wir waren gerade auf dem Rückweg vom Arendsee zu unserer Ferienunterkunft in Lomitz, als uns das Gewitter zwischen Schrampe und Schmarsau überraschte. Einen ersten Gewitterschauer hatten wir in Arendsee mehr oder weniger trocken überstanden, sodass wir schnell aufbrachen, als es etwas aufklarte.

Dass es noch ein zweites Mal gewittern würde, diesmal umso heftiger, hatten wir nicht erwartet. Als das Gewitter immer stärker wurde und die Blitze und Donner fast gleichzeitig über uns waren, habe ich kurz vor Schmarsau ein Auto angehalten. Ein sehr nettes Paar aus Lüchow mit seiner Enkelin hat glücklicherweise mein zweijähriges Kind und mich - triefend nass, wie wir waren - im Auto aufgenommen und nach Lomitz gebracht. Das Kind hat geschrien, und ich war völlig erschöpft, sodass wir sehr dankbar waren, in das Auto unserer Retter steigen zu können.

Die anderen drei aus unserer kleinen Fahrradgruppe sind - zum Glück unbeschadet - weiter bis nach Lomitz geradelt. Einziger Wermutstropfen war, dass mein Fahrrad wenige Stunden später, als ich es mit einem Bulli abholen wollte, verschwunden war. Ich hatte es abgeschlossen an die Böschung der Straße gelegt und darauf gehofft, dass es dort später noch ist. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass es vielleicht eine besorgte Person aus der Gegend in Obhut genommen hat. Vermutlich wurde es einfach geklaut.

So wurden wir in kurzer Zeit im Wendland schwer enttäuscht von der Dreistigkeit von Menschen und besonders positiv überrascht von der Hilfsbereitschaft der Wendländer und Wendländerinnen. Bei diesen unbekannten Menschen aus Lüchow wollen wir uns ganz herzlich bedanken.

Tobias Linnemann,

Bremen

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