Online: 02.09.2014 - ePaper: 02.09.2014

Gräueltaten

Betrifft: Leserbriefe in der EJZ vom 23. August

Am Sonnabend, dem 23. August, habe ich mich über zwei Leserbriefe sehr gefreut und möchte der Autorin Maria List und dem Autor Dietrich Seebohm meinen Dank aussprechen.

Was ein Herr Dieter Busse - meiner Erinnerung nach Tierarzt - in der EJZ vom 15. August geschrieben hat, ist eigentlich nicht fassbar. Dass Ferkel von "Tierpflegern" zu Tode geprügelt oder geschlagen werden, interessiert diesen Herrn nicht. Nur dass diese Gräueltaten an die Öffentlichkeit gebracht wurden, das findet er einsperrenswert. Schade, dass ich schon so alt bin. Ich wäre ein begeisterter "selbsternannter krimineller Tierschützer" geworden.

Herrn Dietrich Seebohm möchte ich danken, dass er dem sehr an den Jargon des Dritten Reiches erinnernden Brief des Herrn Klaus Baade in der EJZ vom 16. August eine genau passende Überschrift gegeben hat: "Grauenvoller Satz". Ich ehre alle, die in dem bisher mörderischsten aller Kriege ihr Leben - meist gegen ihren Willen - verloren haben, und ich bedauere sie. Aber ich danke ihnen nicht für ihren von Verbrechern befohlenen Einsatz. Da strömen in den letzten Monaten Hunderttausende nach dem Westen in der Hoffnung, Engländer, Amerikaner oder Franzosen zu erreichen, bevor die Rote Armee sie überrollt. Und hier werden wenige Tage vor Kriegsende junge Männer in den Tod getrieben mit dem Auftrag, die genannten Alliierten aufzuhalten. Und dann nimmt einer daran Anstoß, dass ebenso ermordete Russen und Polen ihre letzte Ruhestätte neben den deutschen "Kameraden" gefunden haben. Wahrhaft grauenhaft.

Peter Schröder, Restorf

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