Online: 30.09.2014 - ePaper: 30.09.2014

Wesentliches nicht verstanden

Betrifft: Leserbrief "Atomgegner sollen Besucher berieseln" von Kerstin Rudek (EJZ vom 16. September)

Frau Rudek gibt zu verstehen, dass sie wesentliche Dinge nicht verstanden hat und auch nicht verstehen will. Steinsalz wird immer eine sehr gute Option als potenzielles Endlager-Medium bleiben. Ihre Meinung zu einer einseitigen Information durch die Öffentlichkeitsarbeit in Gorleben wird nachweislich nur von einer Minderheit der Besucher geteilt, die an solch einer untertägigen Befahrung teilgenommen haben. Wenn Frau Rudeks Vorschlag gefolgt werden sollte, dass zukünftig drei Widerständler/innen für eine Information nach Stand von Wissenschaft und Technik sorgen sollen, dann kommt das Gleiche raus wie auf den Infotafeln an der Beluga: Polemik und Diskreditierung nach dem Muster: durch unsachliche Argumente Ängste schüren, Drohszenarien aufbauen und möglichst jeden Schritt zu einer konstruktiven Lösung verhindern. In ihrem letzten Satz beschreibt sie diese Taktik auch offen und ehrlich. Da soll sogar schon die Angst vor dem Aufstand ausreichen: Vielleicht gibt es kluge Leute, die doch noch Angst vor dem Aufstandspotenzial rund um Gorleben haben. Eine sachdienliche Lösung der Endlager-Frage ist auch in Zukunft nicht mit Wahrsagerinnen und Wahrsagern, Fahnenschwingerinnen und Fahnenschwingern oder Debattierzirkeln machbar.

Thomas Meyer,

Wolfenbüttel

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