Online: 07.10.2014 - ePaper: 07.10.2014

Amtsschimmel

Betrifft: Leserbrief "Beschlagnahmt und enteignet" von Horst H. Carmienke (EJZ vom 16. September)

Da wiehert der Amtsschimmel aber gewaltig. Kann man das glauben? Das Veterinäramt weiß nicht, dass eine 18 Jahre alte Katze nicht mehr ganz so fit aussieht wie eine junge Katze? Diese Katze ist 18 Jahre alt. Da kann es ihr so schlecht nicht ergangen sein, denn sonst wäre sie wohl kaum so alt geworden. Es gib hier im Landkreis reichlich Katzen, die nicht einmal ihren vierten Lebensmonat überstehen, weil sie verhungern oder von ihren Besitzern ertränkt oder erschlagen werden. Den überlebenden Katzen geht es eigentlich noch schlechter. Sie sind sich selbst überlassen, bekommen keine tierärztliche Versorgung und kein ausreichendes Futter. Dazu zwei- bis dreimal im Jahr Nachwuchs. Diese Katzen sehen verwahrlost aus, die wären sicher froh, wenn das Veterinäramt auch bei ihnen keine Kosten und Mühen scheuen würde, damit es ihnen besser geht.

Bauernhöfe, wo diese Zustände herrschen, gibt es hier genug. Wie wäre es, wenn sich das Veterinäramt um diese Katzen kümmern würde? Oder sich dafür einsetzen würde, dass die Samtgemeinden im Landkreis endlich die Kastrationspflicht für freilaufende Katzen einführen.

Maria List, Prezelle

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