Online: 22.10.2014 - ePaper: 22.10.2014

Unternehmer-Ideenwerden behindert

Betrifft: Artikel "Zankapfel Hafenprojekt" (EJZ vom 15. Oktober)

Unternehmer, so bekommt man in Deutschland immer wieder den Eindruck, müssen schon von Natur aus böse Menschen sein, besonders wenn sie dazu auch noch erfolgreich sind. Dieser Eindruck bestätigte sich mal wieder, als ich den Artikel in der EJZ vom 15. Oktober über den Hafen Hitzacker gelesen hatte.

Hier entwickelt und errichtet ein Unternehmer, dazu auch noch ein Einheimischer, einen neuen Sportboothafen für Hitzacker, der damit auch die Wirtschaftskraft in einer ohnehin strukturschwachen Elbestadt stärken will. Ein Sportboothafen, der zahlungskräftige Touristen in die Stadt locken würde, die Hitzacker als Stadt mit einer angespannten Finanzlage so dringend braucht. Denn man darf ja nicht vergessen, dass Hitzacker an der Elbe den wohl einzigen Sportboothafen besitzt, der direkt im Zentrum der Stadt liegt und damit einen großen Standortvorteil gegenüber anderen Städten hat.

Aber was tun die verantwortlichen Kommunalpolitiker der Mehrheitsgruppe im Stadtrat? Statt endlich zu verstehen, dass man mit Unternehmern, besonders wenn sie auch noch innovativ denken, zusammenarbeiten sollte, behindert man deren Ideen und nimmt wirtschaftliche Verluste in Kauf.

Dass durch einen neuen Sportboothafen auch Handel, Handwerk und Gastronomie profitieren, vermehrt Steuereinnahmen fließen und Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, scheint hier völlig ausgeblendet zu werden. Verwunderlich, dass sogar Vertreter der FDP diese Spielchen mitmachen.

Hitzackers Kommunalpolitiker sollten endlich aufwachen. Nur zusammen kann für die Zukunft der Stadt gearbeitet werden. Denn "Unternehmer" kommt von unternehmen, nicht von unterlassen.

Eckhard Pols, Lüneburg,

Bundestagsabgeordneter

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