Online: 24.10.2014 - ePaper: 23.10.2014

Schulden sind Schulden

Betrifft: Reaktionen auf den Zukunftsvertrag (EJZ vom 17. Oktober)

Nun sind die "Sprecher" in den Parteien des Landkreises hocherfreut über einen Teil-Schuldenerlass. Aber das Auslagern von Schulden nützt nichts. Schulden bleiben Schulden, solange sie nicht getilgt werden, egal, wer diese und somit auch die Anhäufung von Zinsen übernimmt. Ein "Weiter wie bisher" ist einfach in dieser dünnbesiedelten Region nicht drin. Die Weichen müssen jetzt gestellt werden. Es geht nicht an, dass immer wieder Steuern erhöht und erfunden werden, und es bleibt für die Infrastruktur des Landkreises nichts übrig.

Wenn ich zurückblicke, hat sich seit Beginn der Amtszeit von Herrn Zühlke (Landrat), der diesen Landkreis schuldenfrei vorgefunden hat, nichts strukturell verändert. Es ist nur ein großer Berg an Schulden angehäuft worden. Der "König Steuerzahler" hat sich einen großen Hofstaat geleistet. In diesem Hofstaat hat jeder so seine Empfindlichkeiten. Der eine meint, er muss etwas hinterlassen, und baut sein Arbeitsumfeld aus. Der andere meint, der Bevölkerung muss Weisung erteilt werden. Die Bevölkerung meint, ihr muss in jeder Lage unterstützend geholfen werden, denn sie leistet sich ja diesen Hofstaat mit all seinen Verwaltungsebenen. Der König Steuerzahler möchte eine (!) funktionierende, bezahlbare Verwaltung mit einem Gewinn zugunsten des Gemeinwohls.

Die Verwaltung sollte ein interessierter Kümmerer und nicht nur Verwalter sein. Der König Steuerzahler sollte eine Reformierung der Landkreise durchsetzen. Danach nimmt er sich die Länderebenen mit den Stadtstaaten vor, denn auch diese sind in der Zahl zu viele.

Ingrid Bätge, Saaße

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