Online: 13.11.2014 - ePaper: 14.11.2014

Kein Platz für den Wolf

Betrifft: Wolfsbestand wächst

Ich verstehe die Welt nicht mehr. Da wird einem Raubtier, dem Wolf, ein Heiligenschein aufgesetzt. Eine Tierart, die davon lebt, dass sie andere Tiere zu Tode hetzt. Der Wolf frisst nicht nur alte und kranke Tiere, auch Rehkitze, Hirschkälber, Frischlinge, Kälber aus Muttertierkuhherden und Schaflämmer stehen auf seinem Speiseplan. Und wenn ein Wolf in eine Schafherde kommt, reißt er nicht nur ein Lamm, sondern in einer Art Blutrausch alles um ihn herum. Der Wolf war lange Zeit keine geschützte Tierart.

Ich bin ein großer Naturfreund und beobachte sehr gern wildlebende Tiere in einer vielfältigen Tierwelt. Aber hierfür habe ich kein Verständnis. Auch dass man sich freut, wenn möglichst viele größere Rudel in einem Gebiet auftreten, ist mir unbegreiflich. Auch dass andere Tiere, zum Beispiel Muffelwild, ausgerottet werden, wird stillschweigend akzeptiert.

Aus den genannten Gründen ist für den Wolf in unserem dichtbesiedelten Land kein Platz. Es wird viel Geld ausgegeben für die Wolfsberater und für die Schadenregulierung. Geld, das für andere Dinge - auch in der Natur - besser angelegt wäre.

Reinhardt Höper,

Schaafhausen

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