Online: 20.11.2014 - ePaper: 21.11.2014

Unrichtige Schlüsse

Betrifft: Kommentar "Konkurrenz des Gedenkens" von Karl-Friedrich Kassel (EJZ vom 15. November)/Podiumsdiskussion der CDU zur Grenzöffnung

Bei der politischen Meinungsbildung mitzuwirken, ist eine vorrangige Aufgabe von Parteien. Dazu hat der CDU-Ortsverband Dannenberg unter Leitung seines Vorsitzenden Kurt Behning in geeigneter Form beigetragen. Es ist immer ein Risiko, in der Einschätzung von Raumgröße und Teilnehmern richtigzuliegen. Die Veranstaltung in Breese/Marsch mit Berichten und Einschätzungen von Zeitzeugen aus Lüchow-Dannenberg und Salzwedel wurde von einem Redakteur der EJZ besucht. Aus seinem Artikel ist ein Meinungsbild verbreitet worden. Dass Herr Kassel hieraus unrichtige Schlüsse zieht, ist bedauerlich.

Keiner hat behauptet, Hauptakteur gewesen zu sein. Es war aber jedem klar, dass die Grenzöffnung eine viele Bereiche betreffende Situation darstellte. Klar wurde jedem: Nur mit Zusammenstehen war ein Umgang mit der damaligen Situation möglich. Egal ob organisatorisch, finanziell oder durch andere Hilfe. Nur das Reden oder Schreiben hilft gegen das Vergessen. Eine Konkurrenz zu den vielen am gleichen Tage stattfindenden Veranstaltungen als schädlich darzustellen, schadet dem politischen Interesse vor Ort. Gut, dass wir nicht auf das Meinungsbild des Herrn Kassel allein angewiesen sind. So ab und zu ein Kommentar des Herrn Kassel, der hilft doch nachzudenken. Zu welchem Ergebnis dauerhaft einseitige Berichterstattung führt, hat die gleichgeschaltete Presse in der ehemaligen DDR gezeigt.

↔Klaus Wohler,

↔Gorleben

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