Online: 05.12.2014 - ePaper: 06.12.2014

Hoffnungsschimmer im Anhang?

Betrifft: Leserbrief "Selbst im Irrtum" von Erhard Fröhlich (EJZ vom 25. November)

In meinem Leserbrief hatte ich nachsichtigerweise bei der "Inselpost" einen "oberflächlichen" Umrechnungsfehler (DM/Euro) bezüglich der Grundstückswerte im Hafenvertrag vermutet. Der Leserbrief von Herrn Fröhlich zeigt aber leider einen "tiefergreifenden" Irrtum beim Lesen der Bilanzen. Die genannten rund 253000 Euro finden sich in der Bilanz der "Hafen Hitzacker (Elbe) GmbH" unter der Position "1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten", enthalten also mehr als nur Grundstücke, ganz zu schweigen nur Hafenvertrag-Grundstücke. Denn hinzu kommt, dass gerade Grundstücke strengstens maximal zum Anschaffungswert in einer Bilanz angesetzt werden dürfen, was laut Hafenvertrag etwa 130000 Euro wären, somit also nur ein Teil der oben erwähnten Gesamtimmobilien. Die Gleichsetzung der Hafenvertrag-Grundstücke mit dem gesamten Immobilienvermögen der Gesellschaft ist daher irreführend.

Viel interessanter aber ist im Bilanzanhang schon 2006 (ältere Zahlen gibt es nicht) eine langfristige (Restlaufzeit über fünf Jahre) Verbindlichkeit in Höhe von 142659,63 €, die auch noch 2012 besteht und die den Hafenvertrag-Grundstückswerten entsprechen könnte. Dies könnte bedeuten, dass der Geschäftsführer, Herr Schneeberg, 2012 noch von einer Bindung bis 2017 ausging. Ein Hoffnungsschimmer?

↔Dr. Karl-Heinz Jastram,

↔Hitzacker

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