Online: 01.01.2015 - ePaper: 02.01.2015

Nach Einsparpotenzialen suchen

Betrifft: Artikel "Trotz Millionen notleidend" (EJZ vom 20. Dezember)

Anstatt zu jammern, weil wegen des Zukunftsvertrages ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden muss, sollte der Samtgemeinderat der Elbtalaue endlich das tun, wozu er da ist: seine Hausaufgaben machen, den Haushalt sezieren, alle Posten sondieren und nach Einsparpotenzialen suchen. Dass ein laufender Kassenkredit über acht Millionen Euro mit 40000 Euro Zinsen bedient werden muss, ist schlimm genug. Diese laufenden Kosten wären zuerst zu senken, und dann die Darlehen, die mit 5,05 Prozent Zinsen ziemlich teuer sind. Da reicht das Schließen von Schulen nicht aus. Nein, es dürfen keine neuen Schulden gemacht werden.

Diese wurden jedoch noch schnell im Hinblick auf die Bedarfszuweisung aus dem Zukunftsvertrag gemacht: siehe das Gemeindezentrum in Zernien. Ich kann an diesem Objekt keinen kollektiven Nutzen erkennen. Weder dient es als Bürgeramt, wo man beispielsweise Auskunft über die Ausgaben und Einnahmen der Gemeinde erhält, noch dient es als Versammlungsort etwa für die Ratssitzungen der SG Elbtalaue. Und wird nach den Kosten und der Finanzierung dieses Projekts gefragt, dann können oder wollen die Verantwortlichen keine Auskunft geben. Das kann nicht sein, denn schließlich darf der Bürger die Zeche bezahlen. Wir Bürger haben ein Recht auf Auskunft, dafür bezahlen wir Steuern und Abgaben. Mit diesen Geldern ist verantwortlich umzugehen, alles andere wäre Veruntreuung.

Dann fällt mir noch die Erhöhung des Wasserbezugspreises um 25 Prozent zu diesem Jahr ein. Plötzlich und unerwartet sind die Kosten gestiegen. Nun weiß ein jeder, dass kommunale Anstalten über ihre Einnahmen oftmals andere Objekte/Projekte in den betreffenden Kommunen quersubventionieren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Last but not least, werden wir Bürger wohl um eine Grundsteuererhöhung nicht herumkommen, um die laufenden Kosten und Kredite bedienen zu können, die uns unsere kommunalen Politiker geschenkt haben.

Irmgard Drebber, Zernien

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