Online: 07.01.2015 - ePaper: 08.01.2015

Vier Kommunen zahlen für Tiere

Betrifft: Leserbrief "Die Hundesteuer bleibt in der Stadt" von Christian Guhl (EJZ vom 5. Januar)

Mit Erstaunen habe ich die Ausführungen und Angaben im Leserbrief von Herrn Guhl, immerhin stellvertretender Bürgermeister der Stadt Hitzacker, zur Unterbringung von Katzen und dadurch entstehende Kosten zur Kenntnis genommen. Die von Herrn Guhl genannte Summe von 65000 Euro wird an das Tierheim Lüneburg für die Unterbringung von geschätzten 55 Hunden im Jahr gezahlt, nicht an den Verein Tierhilfe Wendland. Die Zahlung erfolgt außerdem nicht von einer Samtgemeinde, sondern von den drei Samtgemeinden und dem Landkreis. Nicht unerwähnt bleiben sollte die Einmalleistung von mehr als 100000 Euro an das Tierheim Lüneburg für den Bau neuer Hundezwinger.

Für die Aufnahme, Betreuung, Versorgung und tierärztliche Behandlung von 105 erwachsenen (Fund-)Katzen zahlen die drei Samtgemeinden und der Landkreis im Jahr einen Pauschalbetrag von 19500 Euro an den Verein Tierhilfe Wendland. Immerhin, aber leider nicht kostendeckend. Zumal sowohl die Jungtiere als auch die sogenannten Streunerkatzen und andere Kleintiere nicht Teil dieser Vereinbarung sind. Die Kosten für die Versorgung all dieser Tiere tragen weiterhin die Bevölkerung, Künstler und Geschäftsleute im Landkreis, die mit Sach- und Geldspenden, Benefizkonzerten und handwerklichen Leistungen, den Ehrenamtlichen und Mitarbeitern der Tierhilfe Wendland ihre wichtige Tierschutzarbeit erst ermöglichen.

Übrigens, eine Einmalzahlung für noch ausstehende Baumaßnahmen wurde wie im Fall Tierheim Lüneburg nicht gewährt.

Renate Schweig, Lüchow

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