Online: 20.01.2015 - ePaper: 21.01.2015

Klarer Punktsieg für Gymnasiallehrer

Betrifft: Dialog zwischen Gymnasiallehrer Bschor und EJZ-Redakteur Piel (EJZ vom 10. Januar)

Wir finden es löblich, dass die EJZ die Korrespondenz zwischen dem Lehrer Wilhelm Bschor und dem EJZ-Redakteur Benjamin Piel offengelegt hat. Unserer Einschätzung nach lautet das Ergebnis: klarer Punktsieg für Wilhelm Bschor. Herr Bschor hat die Problematik und die möglichen Konsequenzen einer unkonkreten, schlagwortartigen Ausdrucksweise hervorragend dargestellt. Auch sachlich finden wir seine Argumentation überzeugend und schließen uns seinen Entgegnungen auf die Pielschen Erklärungs- und Rechtfertigungsversuche an. Es wäre wünschenswert, wenn sich die Presseredakteure - nicht nur der EJZ - an der präzisen Ausdruckweise und logischen Argumentation von Herrn Bschor ein Beispiel nehmen würden. Herr Bschorr hat völlig Recht mit seiner Aussage, dass sich eine Überschrift (hier: "Setzen, sechs") auf den gesamten Text beziehen sollte und nicht lediglich auf einen kleinen Absatz. Auch wir hatten die Überschrift auf die Gesamtaussage des Kommentars bezogen und als völlig unangemessene und rein polemische "Lehrerschelte" empfunden. Herr Piel ist in seinem Kommentar weit über das Ziel einer eingermaßen sachlichen Kommentierung hinausgeschossen und hätte dies ruhig, zumindest bei den dicksten Brocken, wie zum Beispiel der Überschrift, einräumen können. Leider ist immer häufiger die journalistische Unart zu beobachten, dass sich Überschriften nicht auf die Gesamtaussage eines Textes beziehen, diesem zum Teil sogar widersprechen oder Assoziationen wecken, die zu dem Inhalt des Artikels absolut nicht passen.

Detlef Kober und

Silvia Meurer, Riebrau

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