Online: 20.01.2015 - ePaper: 21.01.2015

Kleine Schulen als Angebot

Betrifft: Artikel "Grundsatz: wohnortnah" (EJZ vom 17.Januar)

Kleine Schulen sind wieder im Fokus, jetzt sieht sogar die CDU die Wichtigkeit der kleinen Schulstandorte für die Kommunen, wie kürzlich in der EJZ zu lesen war. Da ist es doch nötig, die Debatte gemeinsam, mit allen Parteien, aber vor allem auch mit den betroffenen Eltern und Lehrerinnen und Lehrern zu führen. Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen. Was geschieht in kleinen Schulen, was große Schulen nicht bieten können?

Es wird in Zukunft immer mehr Kinder geben, die aufgrund ihrer Herkunft und Entwicklung in kleinen Systemen besser aufgehoben sind. Es ist ein Lernen, was alle Kinder mitnimmt und ihnen die Möglichkeit einer Entfaltung bietet, die sie vielleicht an großen Systemen zu dem Entwicklungszeitpunkt nicht hätten. Nicht alle Kinder sind gleich, und es wäre wichtig, neben den großen Schulen, die zwar immer noch klein sind, aber große Klassenverbände haben, auch kleine Schulen vorzuhalten.

Zusammenlegungen zweier Schulen wie Trebel oder Woltersdorf und Plate und Küsten bieten eine große Chance, bei guter Schulqualität, die diese Standorte aufgrund ihrer engagierten Kollegien allesamt haben, zukunftsorientierte Schulen auf den Dörfern anzubieten, die sowohl die soziale Struktur der Dörfer erhalten, als auch den Kindern eine wohnortnahe Qualitätsschule bieten.

Unsere kleinen Schulen sind Unesco-Umweltschulen, Plate ist sogar Ganztagsschule mit einem wertvollen naturnahen Kursangebot. Es wäre notwendig, den jeweiligen betroffenen Eltern und Lehrer/innen und allen, die an den Themen mitarbeiten wollen, Konzepte für solche Kooperationen auszuarbeiten, die Möglichkeit dafür und einen entsprechenden Zeitraum zu geben. Es wird sich etwas Positives zum Wohle der Kinder entwickeln.

Meine Position ist, dass es nicht auf die Ausstattung und den Luxus von Gebäuden ankommt. Es kommt auf das Engagement und die Bereitschaft aller an, die solche Projekte an den Standorten entwickeln wollen. Auch wenn ich das derzeit politisch nicht begleiten kann, hoffe ich auf den Willen aller Kommunalpolitiker, das Beste für die Kinder und die Gemeinden herauszuholen. Ich glaube, mit dieser Lösung wird man auf dem Erfolgsweg sein, und wünsche mir, nach meiner Genesung das zu erleben.

Martina Lammers, Lüchow

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