Online: 23.01.2015 - ePaper: 24.01.2015

Hydranten müssen sichtbar sein

Betrifft: Löschwasserversorgung

In diesen Tagen halten die Feuerwehren des Landkreises ihre Jahreshauptversammlungen ab und veröffentlichen ihre Übungs- und Einsatzstunden. Welche Arbeiten in diesen Stunden geleistet werden, ist oft nur am Rande erwähnt. Ein großer Teil dieser Stunden wird für die Einsatzbereitschaft der Löschwasserentnahmestellen aufgewendet, um diese einsatzfähig zu halten. Die Hydranten und Brunnen werden gespült, die Hinweisschilder werden überprüft, die Wasserliefermengen werden festgestellt, und es wird überprüft, ob die Hydranten auch entwässern. Mit besonderer Sorgfalt werden die Unterflurhydranten winterfest gemacht. Das heißt, die Hydrantendeckel müssen so hergerichtet werden, dass sie bei Frost nicht einfrieren.

Für die Einsatzbereitschaft der Löschwasserentnahmestellen ist also ein erheblicher Arbeitsaufwand erforderlich, der in den Monaten April bis November zu leisten ist. Und dann kommt - wie immer völlig überraschend - der erste Schneefall teilweise mit sehr erheblichen Mengen. Es wird gefegt und geschoben, und plötzlich war der ganze Arbeitsaufwand der Feuerwehrfrauen und Männer umsonst. Kein Mensch achtet darauf, dass vor seiner Haustür oder auch in einiger Entfernung ein Unterflurhydrant vorhanden ist, der im Brandfall auch zur Sicherung seines Hauses dient. Die Hydranten verschwinden unter großen Schneehaufen.

Ohne Löschwasser kann nun mal nicht gelöscht werden. Noch schlimmer ist es, wenn auch Menschenleben in Gefahr sind. Bei dem Aufbau eines Löschangriffes kommt es auf jede Minute an. Wenn dann mit erheblichem Zeitaufwand erst ein Hydrant gesucht und freigeschaufelt werden muss, können wertvolle Minuten verstreichen, die dann zur schnellen Brandbekämpfung fehlen.

Deshalb meine Bitte an alle Bürger des Landkreises: Achtet darauf, dass bei der Schneebeseitigung die Hydranten freigehalten werden, denn diese Maßnahme dient allen zur persönlichen Sicherheit.

Peter Badtke, Langendorf

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