Online: 02.02.2015 - ePaper: 03.02.2015

Reaktion macht Mut

Betrifft: Artikel "Euer Hass ist unser Ansporn" (EJZ vom14. Januar)

Hand aufs Herz, unser stiernackiger Ostprediger, von Röslers Gnaden, hakt sich beim Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime unter. Die abgelichtete fröhliche Runde, mehrheitlich mehr oder minder Gottesmänner. Die Kanzlerin in ihrer Mitte eher eine erfrischende Ausnahme. Ihr Vize zieht zwar den säkularen Staat vor, hat aber mit einem Kirchenhappening im letzten Jahr Aufmerksamkeit erregt. Dem Präsident und seinem religiösen Islamfreund daneben muss es einfach sauer aufstoßen, betrachtet man die Inhalte von Charlie Hebdo und seine weltweite Sympathie.

Der heilige Vater, gerade dabei, den Buddhisten, Hindus und Mohammedanern seinen Segen zu geben, war ehrlicher. Sein Missfallen gegen die Veräppelung seines Glaubens verschmerzte er nicht. Der EJZ stünde gut an, wenn im Gegenzug zu den täglichen kirchlichen Nachrichten einmal aus Charlie Hebdo, etwa der Propheten mit einer brennenden Lunte am Turban der Ringelrain der schwulen Bischöfe im Vatikan abgebildet wird. Vor dem fülligen Reformator sollte auch kein Halt mehr gemacht werden. Ein Trunkenbold: "In der Woche zwia, schadet weder iha nomia!"

Die weltweite gewaltige Reaktion auf den religiösen Terror in Paris macht Mut. Die Journalisten von Charlie Hebdo sind nicht umsonst gestorben.

Fridolin Stoller, Grippel

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