Online: 02.02.2015 - ePaper: 03.02.2015

In den Köpfen muss sich etwas bewegen

Betrifft: Artikel "Geschockt wie alle anderen" (EJZ vom19. Januar)

"Die Terroristen schaden uns allen" - das ist wahr. Solange die islamischen Funktionäre und Würdenträger allerdings den Spruch "Der Terrorismus hat mit dem Islam nichts zu tun" wie ein Mantra herunter leiern, wird sich an der Situation gar nichts ändern. Mit diesem Satz wird jede kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Glaubensüberzeugung schon im Keim erstickt. "Wir haben damit nichts zu tun" bedeutet: "Das ist nicht unser Problem, sondern das ist ..."

Mutigere und ehrlichere Insider machen keinen Hehl daraus, dass dieser Terrorismus aus dem Herzen des Koran kommt. Selbst der Laie findet im Koran mindestens zehn Passagen, in denen "Allah" direkt und unmissverständlich zur Unterdrückung und Tötung Un- und Andersgläubiger auffordert. Das sogenannte "Friedensgebot" gilt nur unter bereits "Unterworfenen". Der weltweite Rund-um-die-Uhr-Einsatz der islamischen Reformatoren wie IS, Boko Haram, Al-Quaida, Abu Sayaf etc. ist kein Zufall. Wie sieht es denn aus in Saudi-Arabien, dem Mutterland des Islam, wo Wahabiten und Salafisten das Sagen haben und in deren Nationalfahne das Schwert direkt unter der Shahada baumelt? Also bitte! Es ist daher dringend notwendig, dass wenigstens in den Moscheen und Koranschulen Europas die Einstellung "Der Terrorismus hat mit dem Islam nichts zu tun" aufgegeben wird, dass in den Köpfen endlich eine Bewegung stattfindet und dass die Ursache auch intern auf den Tisch kommt.

Gerhard H. Sonderhoff,

Lüchow

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