Online: 02.02.2015 - ePaper: 03.02.2015

Ohne Spenden keine Tierhilfe

Betrifft: Leserbrief "Vier Kommunen bezahlen Zuschuss" von Christian Guhl, Hitzacker (EJZ vom 13. Januar)

Eine falsche Behauptung wird auch durch Wiederholung nicht richtig. Die Tierhilfe Wendland erhält nicht, wie Herr Guhl behauptet, 65000 Euro, sondern in Summe 19500 Euro für die Übernahme, tierärztliche Versorgung (gegebenenfalls Kastration), Medikamente, Futter, Pflege, Streu, Unterbringung und Vermittlung von 105 Fundkatzen im Jahr. Das heißt, der Verein übernimmt stellvertretend für die Gemeinden und den Landkreis eine öffentliche Aufgabe. Pro Katze sind das also (19500 Euro durch 105 Katzen) knapp 186 Euro. Zu den oben genannten Kosten muss der Verein selbstverständlich auch das Geld für Heizung, Strom, Wasser, Grundsteuer, Versicherungen, Kfz-Kosten, Instandhaltung usw. und geringfügig beschäftigte Mitarbeiter/innen aufbringen. Hinzu kommen die herrenlosen, die ausgesetzten, die verunfallten Katzen, Tiere, deren Mensch verstorben ist oder ins Pflegeheim musste.

Es muss einmal wieder ganz klar gesagt werden: Ohne die vielfache Hilfe unserer Lüchow-Dannenberger Bevölkerung und die Hilfe von hier ansässigen Firmen könnte der Verein seine Aufgaben nicht wahrnehmen, und deshalb möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen, die uns bei unserer Arbeit unterstützen, bedanken. Kommen Sie gern einmal vorbei und sehen Sie sich unsere Arbeit vor Ort an.

Wenn falsche Zahlen, wie die von Herrn Guhl, in die Welt gesetzt werden, dann sind die Auswirkungen unmittelbar zu spüren: Die Spendeneinnahmen sinken. "Braucht ihr denn jetzt noch Futter- oder Geldspenden, wenn ihr so viel von den Gemeinden und vom Kreis bekommt?" Mit dieser Frage bin ich persönlich schon zweimal aufgrund dieser Falschinformation in den vergangenen Tagen konfrontiert worden. Liebe Mitbürger, ja, wir benötigen weiterhin Ihre Unterstützung, wir freuen uns über jeden Euro, jede Dose Futter, jede praktische Mithilfe. Ohne Sie ist unsere Arbeit gegen das Tierelend im Landkreis nicht möglich.

Jürgen Liebich, Salderatzen,

ehrenamtlicher Mitarbeiter

der Tierhilfe Wendland

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